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Dienstag, 11. August 2015

Warten Russland und China nur, bis es außer Krieg keine Alternative mehr gibt?

So etwas Absurdes wie die Rede, die Obama vor den Vereinten Nationen hielt, habe ich mein Lebtag nicht gehört. Da stellt sich der Präsident der Vereinigten Staaten von Amerika vor die gesamte Welt und erzählt Dinge, von denen jeder weiß, dass es sich um Lügen handelt. Gleichzeitig zeigt er, mit welcher Doppelmoral Washington arbeitet, und dass Washington glaubt, aufgrund der Einzigartigkeit und Unerlässlichkeit Amerikas dürfe man sich über sämtliche Gesetze hinwegsetzen.


Noch erstaunlicher finde ich es, warum nicht alle Zuhörer aufgestanden sind und den Raum verlassen haben. Stattdessen saßen die aus aller Welt versammelten Diplomaten da und ließen sich nach Strich und Faden vom schlimmsten Terroristen der Welt belügen. Sie klatschten sogar Beifall.

Montag, 3. August 2015

Kampagne Stopp Ramstein: Kein Drohnenkrieg!



Der US-Militärstützpunkt Ramstein ist ein zentrales Drehkreuz für die Vorbereitung und Durchführung völkerrechtwidriger Angriffskriege. Die meisten tödlichen Einsätze US-amerikanischer Kampfdrohnen, u.a. in Irak, Afghanistan, Pakistan, Jemen, Syrien und Afrika, werden über die Satellitenrelaisstation auf der US-Air-Base Ramstein durchgeführt.

Kampagne Stopp Ramstein: Kein Drohnenkrieg! „Von deutschem Boden darf nie wieder Krieg ausgehen“ 

Freitag, 31. Juli 2015

Russland-Bashing im wiedervereinigten Deutschland - Einfach nur widerlich!



Ein Beitrag von KenFM:

Vor 25 Jahren fiel die Berliner Mauer. Deutschland wurde wiedervereinigt. Während die friedliche Revolution auf das Konto der DDR-Bürger geht, wäre die Wiedervereinigung beider deutscher Staaten ohne die Großzügigkeit der Russen womöglich bis heute nicht Realität.

Montag, 29. Juni 2015

Geplante atomare Antwort auf Russlands Gegenmaßnahmen!


Das Nato-Militärbündnis bereitet eine aggressivere Atomwaffenstrategie vor, die es als Antwort auf angebliche „Aggressionen Russlands“ präsentiert. Das erfuhr der britische Guardian am Mittwochabend aus Nato-Quellen.

Nato-Vertreter ließen wissen, dass die Änderungen die stärkere Einbeziehung von Einheiten für nukleare Kriegsführung in laufende Manöver an den Grenzen Russlands sowie neue Richtlinien für eine nukleare Eskalation gegen Russland betreffen sollen.

Die Nukleardoktrin des Bündnisses wurde diskret und in aller Stille „am Rande” des aktuellen Nato-Gipfels in Brüssel diskutiert. Die neue Politik soll auf der bevorstehenden Konferenz der Nuklearen Planungsgruppe des Bündnisses offiziell formuliert und angenommen werden. Der Termin dieser Konferenz wurde auf diese Woche vorverlegt, nachdem die geheimen Planungen bekannt geworden waren.

„Es gibt eine ersthafte Sorge darüber, wie Russland sich öffentlich zu Nuklearfragen äußert. Daher gibt es in der Allianz eine ganze Menge Überlegungen über Atomwaffen“, sagte ein ungenannter Nato-Diplomat dem Guardian.

Die Behauptung, dass die Revision der Nuklearwaffenpolitik des Bündnisses als Reaktion auf eine Aggression Russlands stattfinde, stellt die Wirklichkeit auf den Kopf. Nach dem Putsch in der Ukraine, der von den USA und der Nato inszeniert worden war, haben die imperialistischen Großmächte eine rücksichtslose Militarisierung Osteuropas vorangetrieben und u.a. eine 40.000 Mann starke Schnelle Eingreiftruppe gebildet.

Diese Woche hat US-Verteidigungsminister Ashton Carter bekannt gegeben, dass die USA dauerhaft Panzer, Militärfahrzeuge und anderes Kriegsmaterial in Ländern stationieren werden, die an Russland grenzen. Auch eine direkte Bewaffnung der Ukraine über die weitgehende Unterstützung hinaus, die die rechte Regierung bereits erhält, wird weiterhin diskutiert.



Die Nato plant jetzt, auf jeden Versuch Russlands, die aggressiven Initiativen des US-Imperialismus in Osteuropa zu kontern, noch stärker militärisch zu antworten, u.a. mit Atomwaffen.

Das Denken der Nato-Strategen wurde in einem Bericht in der Financial Times deutlich. Im Falle eines Konflikts mit einem der baltischen Staaten „könnte Russland die Allianz beschuldigen, den Konflikt zu verschärfen und mit dem Einsatz von atomaren Mittelstreckenraketen drohen“. Die Times zitiert Elbridge Colby von der Denkfabrik Center for a New American Security (CNAS): 

„Die Nato muss ihre Nuklearstrategie nicht völlig neu erfinden. Aber sie muss realistisch überlegen, wie sie reagieren würde und müsste bereit sein, Putin zu zeigen, dass er damit nicht durchkommt.“

Dieses Szenario stützt sich auf Behauptungen der USA, Russland habe das Abkommen über atomare Mittelstreckenraketen (INF-Vertrag) verletzt, was die russische Regierung abstreitet. US-Vertreter haben erklärt, dass das Pentagon als Reaktion auf Russlands vermeintliche Vertragsverletzung einen präventiven Angriff auch mit Atomwaffen auf Raketen und andere Ziele in Russland prüfe.

Die Bekanntgabe wesentlicher Überarbeitungen der Nuklearstrategie der Nato erfolgte nur wenige Tage nach der Veröffentlichung eines umfangreichen Berichts über die amerikanische Nuklearstrategie von 2025 bis 2050 („Project Atom: Defining US Nuclear Strategy and Posture for 2025-2050”). Der Bericht wurde vom Center for Strategic and International Studies (CSIS) erstellt. 

Die wichtigsten Teile des Berichts wurden von Clark Murdock verfasst. Murdock ist ein führender Stratege der US-Regierung und Analyst von CSIS. Er arbeitete schon vorher in hochkarätigen Strategie-Jobs bei der CIA, im Verteidigungsministerium, bei der US Air Force und am Nationalen Kriegs-College. An dem Bericht arbeiteten außerdem große Forscher- und Expertenteams mit, darunter Gruppen vom CNAS und der National Institution for Public Policy (NIPP).

Die Hauptzielrichtung der CSIS-Analyse geht dahin, dass die USA ihr Atomarsenal für einen Krieg gegen Russland, China oder eine andere Macht leichter einsetzbar machen sollen. Das Militär müsse eine Nuklearstrategie entwickeln, die den Realitäten des 21. Jahrhunderts entspreche und sich auf eine neue Generation von taktischen Gefechtsköpfen und Trägersystemen stütze.

Der CSIS-Bericht argumentiert, hochentwickelte taktische Atomwaffen würden es Washington ermöglichen, kleinere Atomkriege anzudrohen und zu führen, ohne sich von der Gefahr eines nuklearen Holocausts abschrecken zu lassen.

„Die Vereinigten Staaten müssen vielseitig einsetzbare Atomwaffen entwickeln“, schreibt das CSIS, u.a. für „geringe Kollateralschäden, verbesserte Bestrahlung, ein Eindringen in die Erde, elektromagnetische Impulse und andere Dinge je nach Entwicklungsstand der Technologie“.



Solche Fortschritte, heißt es in dem Bericht, seien die einzige Antwort auf die Erosion der amerikanischen technologischen Überlegenheit durch das Wachstum der chinesischen und russischen Atomarsenale und die Erweiterung des „Klubs der Atommächte“ um bis zu neun neue Staaten.

Nach der Theorie der „angemessenen Reaktion”, die das CSIS und Murdock vertreten, würden hochmobile atomschlagfähige Einheiten „kontrollierte nukleare Angriffe“ führen und Bomben „mit geringen Nebenwirkungen, genauer Zielführung und Spezialeffekten“ auf feindliche Ziele abfeuern, ohne dass das zu einem umfassenden Nuklearkrieg führen müsste.

Durch die „Stationierung robuster, zielgenauer nuklearer Reaktionsoptionen“ könnten die USA taktische Atomschläge „auf allen Stufen der nuklearen Eskalationsleiter führen“, schreibt Murdock.

Solche „kleinen” nuklearen Konflikte würden unvermeidlich dutzende, wenn nicht hunderte Millionen Menschenleben kosten, selbst wenn man einmal annehmen würde, dass sie nicht zu einem globalen Atomkrieg führen.

Das Staatsgebiet der USA würde nach dieser Theorie von den Folgen eines regionalen Atomkriegs durch die Abschreckungskraft von Washingtons riesigem strategischem Abschreckungspotential verschont bleiben. „Kontrollierte“ atomare Konflikte, die von der amerikanischen Regierung initiiert würden, würden zudem keine nuklearen Kampfhandlungen umfassen, die sich gegen Nordamerika richten, oder von dort gestartet würden.

„Die amerikanische Heimat wäre von einer Reaktion der USA auf einen atomaren Angriff auf einen regionalen Verbündeten nicht betroffen“, schrieb der CSIS.



Kaum verhüllt schlägt der CSIS also vor, die USA sollten Verbündete und von ihnen abhängige Länder als Aufmarschgebiete und Schlachtfelder für „kontrollierte” atomare Kriegsführung nutzen. Diese Vorschläge sind das Ergebnis der Zusammenarbeit eines ausgedehnten Netzwerks politischer Theoretiker der herrschenden Klasse. Daher sind sie außerordentlich bedrohlich und müssen von der internationalen Arbeiterklasse sehr ernst genommen werden.

Es gibt auch an anderer Stelle Forderungen nach einer bedeutsamen Ausweitung der amerikanischen Nuklearkapazitäten. Vor dem Atlantic Council forderte der US-Abgeordnete Mac Thornberry, Vorsitzender des Streitkräfteausschusses des Repräsentantenhauses, Anfang der Woche eine „nationale Verständigung über den Bau neuer Atomwaffen“.

„Das ist etwas, über das wir eine Zeitlang nicht einmal mehr sprechen konnten, aber ich glaube, das müssen wir tun“, erklärte Thornberry.

Ende letzten Jahres gab die Obama-Regierung Pläne für ein eine Billion Dollar teures, sich über drei Jahrzehnte erstreckendes Programm für die Modernisierung ihrer Atomwaffen bekannt.

Die Papiere des CSIS und die anderen Diskussionen innerhalb des Staatsapparats enthalten ein beträchtliches Maß an Irrsinn. Die Strategen des amerikanischen Imperialismus beraten kaltblütig über die beste Taktik für den Sieg in einem Atomkrieg. Aber dieser Irrsinn entspringt der Logik des amerikanischen Imperialismus und dem Bestreben der Finanzaristokratie, – immer direkter durch den Einsatz militärischer Gewalt – die ganze Welt zu kontrollieren.


Freitag, 19. Juni 2015

Ein Einzelaktivist mit Vorbildfunktion!!!

Euro-Jobber und Hartzer zu Kanonenfutter. Ein Hallenser parodiert die Bundeswehr bei ihrer Rekruitingkampagne

Wenige können so viel mehr machen, als nur meckern:
Bundeswehr Werbung auf dem Markt in Halle/Saale 19.06.2015






Und hier ist auch das Video des Einzelaktivisten Sven aus ‪Halle‬-Saale



Respekt und nachahmenswert an jedem Ort, an welchem die ‪Bundeswehr an Kinder und Jugendliche herantritt, um diese für ihre Nato-Kriege zu werben.

Leider sah sich die Refugees-Welcome-Fraktion von Halle-Saale nicht genötigt, heute auch gegen die Bundeswehr - explizit heute gegen die Marine Stellung zu beziehen.

Das ist traurig, weil es nicht reicht, nur Symptome zu bekämpfen. Man muss hier auch an die Wurzel gehen. Und das heißt, auch gegen die Imperialpolitik der USA/NATO und ihrer Vasallenstaaten - in dem Fall der Bundesrepublik und die Bundeswehr auf die Straßen zu gehen.

So müsst Ihr Euch leider gefallen lassen, lediglich als Heuchler wahrgenommen zu werden. Helft den Flüchtlingen, indem Ihr die Expansions- und Ausbeutungspolitik gegenüber ihren Heimatländern bekämpft!




Montag, 8. Juni 2015

US-Militär erwägt Atomschläge gegen Russland



Von Niles Williamson in WSWS
6. Juni 2015


US-Verteidigungsminister Ashton Carter traf sich am Freitag im Hauptquartier der US-Streitkräfte in Europa mit zwei Dutzend amerikanischen Militärkommandanten und europäischen Diplomaten, um über die Verschärfung ihrer wirtschaftlichen und militärischen Kampagne gegen Russland zu diskutieren. Sie bewerteten außerdem die Auswirkungen der aktuellen Wirtschaftssanktionen und der Strategie der Nato, die Krise in der Ostukraine für die Stationierung von Soldaten und Kriegsgerät in Osteuropa auszunutzen, und drohten Russland mit Krieg.

Ein Vertreter des US-Verteidigungsministeriums erklärte gegenüber Reuters, dass es bei dem Treffen hauptsächlich darum gehe, „zu bewerten und Strategien zu entwerfen, wie die Vereinigten Staaten und ihre wichtigsten Verbündeten auf die verschärften Spannungen mit Russland im Laufe des letzten Jahres reagieren sollten“. Der Vertreter sagte außerdem, dass Carter der Lieferung von tödlichen Waffen an das ukrainische Regime positiv gegenüber stehe. Dieser Vorschlag war bereits Anfang des Jahres vorgebracht worden.

Besonders provokant war ein Bericht von Associated Press, der am Donnerstag veröffentlicht wurde. Laut diesem Bericht erwägt das Pentagon den Einsatz von Atomraketen gegen militärische Ziele in Russland als Reaktion auf angebliche Verstöße gegen den Vertrag über nukleare Mittelstreckensysteme (INF-Vertrag) von 1987. Die USA behaupten, Russland habe gegen den INF-Vertrag verstoßen, indem es Flugerprobungen von bodengestützten Marschflugkörpern durchgeführt habe, deren Reichweite die Beschränkungen des Vertrags überschreite. Russland dementierte dies.

Das Pentagon diskutiert über drei Optionen: die Stationierung von Raketenabwehrsystemen in Europa, um russische Raketen abschießen zu können, eine „Gegenschlag“-Option, die nichtatomare Präventivschläge gegen russische Militäranlagen beinhalten würde und schließlich die Möglichkeit eines „Ausgleichsschlags“, der den präventiven Einsatz von Atomraketen gegen Ziele in Russland beinhalten würde.

AP bezieht sich auf einen Mitarbeiter, der angedeutet habe, dass Optionen bis hin zur „Verbesserung der Fähigkeit amerikanischer Atomwaffen, militärische Ziele in Russland zu zerstören“ geprüft würden. Mit anderen Worten, die USA bereiten einen Atomkrieg gegen Russland vor.

Robert Scher, einer von Carters atompolitischen Beratern, sagte im April vor dem Kongress, dass der Einsatz von „Gegenkräften“ bedeuten würde, dass „wir losschlagen und die Raketen in ihren Basen in Russland zerstören“.

Andere Vertreter des Pentagon erklärten, diese Option würde die Stationierung bodengestützter Marschflugkörpern in ganz Europa erfordern.

Der Pentagonsprecher Leutnant Oberst Joe Skewers erklärte gegenüber AP: „Alle Optionen, über die wir diskutieren, sollen sicherstellen, dass Russland keinen nennenswerten militärischen Vorteil aus seinem Fehlverhalten ziehen kann.“

Die Rücksichtslosigkeit und Fahrlässigkeit der amerikanischen Außenpolitik ist atemberaubend. Ein Großteil der russischen Streitkräfte ist in der Nähe von dicht besiedelten Gebieten stationiert. Ein präventiver Atomschlag könnte in Sekunden Millionen Menschen in den Tod reißen und einen Atomkrieg auslösen, in dem die Menschheit ausgerottet würde. Selbst wenn die US-Regierungsvertreter mit ihren Drohungen gegen Russland nicht wirklich dieses Ziel verfolgen und nur versuchen, Moskau einzuschüchtern, liegt solchen Drohungen eine düstere objektive Logik zugrunde.

Inmitten militärischer Spannungen und strategischer Unsicherheit erhöht die atomare Kriegstreiberei der US-Regierungsvertreter in dramatischer Weise die Gefahr eines unabsichtlichen Kriegs. Nato-Truppen führen entlang der russischen Grenzen, vom Nordmeer über die Ostsee bis zum Schwarzen Meer und dem Mittelmeer, Militärübungen durch. Alle nationalen Streitkräfte in der Region sind in höchster Alarmbereitschaft.

Die amerikanischen Regierungsvertreter wissen nicht, wie der Kreml auf ihre Drohungen reagieren wird. Da die russische Regierung einen plötzlichen Nato-Angriff befürchten muss, ist es wahrscheinlicher geworden, dass sie auf vermeintliche Anzeichen für eine Nato-Militäraktion mit dem Abschuss ihrer Raketen reagiert. Sie muss fürchten, dass die Raketen andernfalls am Boden zerstört werden. Die Gefahr, dass eine fehlerhafte Annahme oder ein Kommunikationsfehler zu einem offenen Krieg führt, ist drastisch gestiegen.

Die WSWS hatte schon letztes Jahr gewarnt, dass die Entscheidungen der Nato, einen von faschistischen Kräften angeführten Putsch in Kiew zu unterstützen und Russland ohne jeden Beweis die Schuld am Abschuss des Fluges MH17 zu geben, die Kriegsgefahr erhöht hat. Sie schrieb damals: „Wollen wir wirklich zulassen, dass es zwischen den USA, Europa und Russland zu einem Krieg kommt, bei dem Atomwaffen eingesetzt werden könnten? Diese Frage muss sich jeder stellen, der die Ereignisse seit dem gewaltsam herbeigeführten Absturz des Malaysian-Airlines-Flugs MH17 verfolgt hat.“ Diese Warnungen werden von Schers und Carters Aussagen bestätigt.

Im März hatte Putin erklärt, dass er nach dem Putsch in Kiew das russische Militär, inklusive der Atomstreitkräfte, in Alarmbereitschaft versetzt habe, da er einen Nato-Angriff auf Russland fürchtete. Jetzt hat das US-Militär durch seine eigenen Aussagen bestätigt, dass die Politik der USA das Risiko eines Krieges birgt.

Vor der internationalen Arbeiterklasse wurden diese Bedrohungen weitgehend geheim gehalten. Die Arbeiter in den USA, Europa und auf der ganzen Welt haben immer wieder gezeigt, dass sie die Kriege der USA im Irak und Afghanistan ablehnen. Doch fast fünfzehn Jahre nach dem Beginn dieser Kriege steht die Welt am Rande eines noch blutigeren und verheerenderen Konflikts. Doch die Medien und herrschenden Eliten verheimlichen die Gefahr eines Atomkriegs.

Voraussichtlich wird US-Präsident Obama beim G7-Gipfel am Wochenende den Druck auf Russland weiter verschärfen und die europäischen Regierungschefs dazu drängen, die Wirtschaftssanktionen beizubehalten. Diese wurden im letzten Jahr gegen Russland verhängt, nachdem es die Krim in die russische Föderation aufgenommen hatte. Als Vorwand für die Fortführung der Sanktionen soll der erneute Ausbruch von Kämpfen in der Ukraine dienen, für den die USA Russland verantwortlich machen.

Der ukrainische Präsident Petro Poroschenko warnte am Donnerstag in einer Rede im Parlament vor der „immensen Gefahr erneuter schwerer Kämpfe mit russischen und terroristischen Kräften“. Er behauptete, ohne einen Beweis zu liefern, dass in den von Rebellen kontrollierten Gebieten Donezk und Lugansk in der Ostukraine 9000 russische Soldaten präsent seien.

Poroschenko sagte: „Das ukrainische Militär sollte sich auf eine neue feindliche Offensive und eine Großinvasion entlang der gesamten Grenze zur Russischen Föderation vorbereiten. Wir müssen darauf wirklich vorbereitet sein.“ Er erklärte, das ukrainische Militär habe mindestens 50.000 Soldaten im Osten stationiert und sei bereit, das Land zu verteidigen.

Einen Tag vor Poroschenkos Äußerungen kam es in der Ostukraine erneut zu Kämpfen zwischen Regierungstruppen und prorussischen Separatisten mit Dutzenden von Todesopfern. Die Kämpfe in dieser Woche waren der bisher schwerste Verstoß gegen den Waffenstillstand, der im Februar unterzeichnet wurde.

Kremlsprecher Dimitri Peskow erklärte am Donnerstag vor der Presse, Russland sei davon überzeugt, dass die Kampfhandlungen am Mittwoch von Kiew provoziert worden waren, um die Diskussionen auf dem G7-Gipfel am Wochenende und dem EU-Gipfel in Brüssel Ende Juni zu beeinflussen. „Dieses provokante Vorgehen geht von den ukrainischen Streitkräften aus und das beunruhigt uns“, sagte er.

Beide Seiten gaben der jeweils anderen die Schuld am Ausbruch der Kämpfe in Marjinka, etwa vierzehn Kilometer westlich der Rebellenhochburg Donezk. Poroschenkos Berater Juri Birjukow sagte am Donnerstag, dass bei den Kämpfen fünf ukrainische Soldaten getötet und weitere 39 verwundet worden seien. Der stellvertretende Verteidigungsminister und Sprecher der Volksrepublik Donezk (DNR) Eduard Basurin erklärte gegenüber Interfax, dass sechzehn Rebellenkämpfer und fünf Zivilisten getötet worden seien.

Ukrainische Truppen hatten am Mittwoch außerdem die Innenstadt von Donezk mit Artillerie beschossen. In den südwestlichen Stadtteilen Kirowski und Petrowski wurden sechs Menschen durch Granaten getötet und weitere 90 verwundet. Der städtische Marktplatz Sokol wurde schwer beschädigt, mehrere Ladenstraßen brannten nieder.

Als Reaktion auf die Entwicklungen am Mittwoch wurden Mitglieder des faschistischen Rechten Sektors angewiesen, sich auf den Kampfeinsatz vorzubereiten. Der Oberbefehlshaber des paramilitärischen Bataillons der Organisation, Andrei Stempitzki, rief in einem Post auf Facebook alle Mitglieder, die während des Waffenstillstands zu Hause waren, dazu auf, „zu ihren Kampfeinheiten“ zurückzukehren. Er drohte, der Rechte Sektor werde „Krieg führen, egal was die Anhänger des Waffenstillstands tun werden.“

Freitag, 5. Juni 2015

Vom Nutzen des Jihad


DAMASKUS/BAGDAD/BERLIN 

Die westlichen Mächte haben salafistische Organisationen im Syrien-Krieg gezielt gestützt und die Gründung des "Islamischen Staats" (IS) im Kampf gegen die Assad-Regierung vollauf bewusst in Kauf genommen. Dies geht aus einem deklassifizierten Papier des US-Militärgeheimdiensts DIA ("Defense Intelligence Agency") hervor, das vergangenen Monat veröffentlicht worden ist. Demnach hielt die DIA im August 2012 nicht nur die Errichtung eines "salafistischen Fürstentums" in Ostsyrien für denkbar, das von den westlichen Mächten, Saudi-Arabien und der Türkei sogar gewünscht werde. Der Geheimdienst rechnete auch damit, dass über die syrisch-irakische Grenze hinweg ein "Islamischer Staat" entstehen könne - mit "schrecklichen Konsequenzen", wie es in dem stark zensierten DIA-Papier heißt. Ungeachtet der drohenden Gefahren drang auch die Bundesregierung im Sommer und im Herbst 2012 energisch auf Assads Sturz - und sprach sich dabei ausführlich mit Saudi-Arabien ab, dem maßgeblichen Förderer salafistischer und jihadistischer Milizen, darunter der IS. Die zugrundeliegende Strategie ist Jahre älter als der Syrien-Krieg; ihr folgt der Westen bis heute.

Die Hauptkräfte des Aufstands


Wie das kürzlich deklassifizierte DIA-Dokument bestätigt, ist sich die US-Spionage - und mit ihr die US-Administration sowie mutmaßlich auch die Regierungen anderer führender NATO-Staaten - über den starken Einfluss von Salafisten und Jihadisten im Syrien-Krieg schon im Sommer 2012 vollauf im Klaren gewesen. "Im Innern haben die Ereignisse eine klar konfessionelle Richtung eingeschlagen", heißt es in dem siebenseitigen Schriftstück über die Lage im Land: "Die Salafisten, die Muslimbruderschaft und Al Qaida im Irak sind die Hauptkräfte, die den Aufstand in Syrien antreiben".[1] Al Qaida im Irak habe "die syrische Opposition von Anfang an unterstützt", um einen Religionskrieg gegen die alawitische Assad-Regierung anzuzetteln, heißt es weiter. Es sei durchaus möglich, dass "im östlichen Syrien (Hasaka und Deir ez-Zor)" in absehbarer Zeit "ein erklärtes oder nicht erklärtes salafistisches Fürstentum gegründet" werde. Tatsächlich rief der heutige selbsternannte Kalif Abu Bakr al Baghdadi im April 2013 im Osten Syriens den "Islamischen Staat in Syrien" aus.

Ein salafistisches Fürstentum


Die Gründung eines "salafistischen Fürstentums" sei nun "genau, was die Mächte wollen, die die Opposition unterstützen", urteilten im August 2012 die DIA-Autoren.[2] Hintergrund war demnach der Machtkampf des Westens gegen Iran, die Hauptmacht des schiitischen Islam. Assads Regierung werde von den Unterstützern der syrischen Opposition - vom "Westen, den (arabischen, d. Red.) Golfstaaten und der Türkei" - als Verbündeter Teherans betrachtet, "als strategische Tiefe der schiitischen Expansion", erläutern die DIA-Autoren. Ein "salafistisches Fürstentum" in Ostsyrien werde helfen, "das syrische Regime zu isolieren" und die "schiitische Expansion" zurückzudrängen. Seine Gründung liege deshalb im Interesse der westlichen Staaten. In der Tat hat die brutale Gewaltherrschaft des "Islamischen Staats in Syrien" (german-foreign-policy.com berichtete [3]) bis Mitte 2014 im Westen keinerlei Reaktionen hervorgerufen - auch nicht in Berlin.

Schreckliche Konsequenzen


Dabei ist sich der Westen, wie das DIA-Dokument zeigt, über die Risiken vollauf im Klaren gewesen. Man wisse, dass die Bevölkerung Ostsyriens zu derjenigen des angrenzenden Westirak enge Stammesbeziehungen unterhalte, heißt es in dem Schriftstück; auch sei bekannt, dass religiöse Kräfte im Westirak nach Beginn des syrischen Aufstands dazu aufgerufen hätten, die Sunniten im Nachbarland bei ihren Kämpfen zu unterstützen. Eine "Verschlechterung der Lage" könne nun zu "schrecklichen Konsequenzen für die Situation im Irak" führen, schrieben die DIA-Autoren: Die aufgeheizte Stimmung einige die Bevölkerungen Ostsyriens und des Westirak - und schaffe damit "eine ideale Atmosphäre für Al Qaida im Irak", um in ihre alten Hochburgen Mossul und Ramadi zurückzukehren. Letzten Endes könne dies in die Gründung eines "Islamischen Staats" münden, der Ostsyrien und den Westirak zusammenschließe, warnte die DIA: "eine ernste Gefahr für die Einheit des Irak und den Schutz seines Territoriums". Zu den "schrecklichen Konsequenzen" zählte der Geheimdienst auch die erwartete Sammlung "terroristischer Elemente aus der gesamten Arabischen Welt im Irak".[4]

Keine Einsichtnahme


Dass die Lage in Syrien und die Gefahren der DIA bekannt, der deutschen Auslandsspionage hingegen nicht geläufig gewesen seien, kann als ausgeschlossen gelten. Jenseits der üblichen transatlantischen Kommunikationskanäle war der Bundesnachrichtendienst (BND) damals auch aufgrund eigener Kapazitäten hervorragend über die Entwicklung in Syrien informiert. "Kein westlicher Geheimdienst hat so gute Quellen in Syrien wie der BND", wurde im August 2012 ein US-Agent in der deutschen Presse zitiert.[5] Wie es damals hieß, hörten BND-Mitarbeiter auf dem NATO-Stützpunkt im türkischen Adana Telefon und Funk in Syrien ab; sie besäßen sogar Quellen "im direkten Umfeld des Assad-Regimes", wurde berichtet. "Wir können stolz darauf sein, welchen wichtigen Beitrag wir zum Sturz des Assad-Regimes leisten", äußerte ein BND-Mann im August 2012.[6] Bereits mehrmals war zu diesem Zeitpunkt ein Spionageschiff der deutschen Kriegsmarine vor der syrischen Küste gekreuzt; es ist fähig, Landgebiete bis in 600 Kilometer Entfernung von der Küste zu überwachen. Nachprüfbar ist der damalige Kenntnisstand des BND für die Öffentlichkeit allerdings nicht: Anders als in den Vereinigten Staaten ist die Einsichtnahme in derart heikle Papiere - wenn auch stark zensiert - in Deutschland praktisch unmöglich.

Eine alte Strategie


Dabei hat auch die Bundesrepublik nicht nur allgemein den Aufstand gegen Assad befeuert, als die DIA im August 2012 die Gründung eines "salafistischen Fürstentums" in Syrien für wünschenswert und das Ausgreifen eines "Islamischen Staats" in den Irak für möglich hielt. Sie hat auch speziell ihre Kooperation mit Saudi-Arabien intensiviert - mit demjenigen Staat, der operativ am stärksten mit der Unterstützung von salafistischen und jihadistischen Milizen in Syrien befasst war, die immer größere Gebiete unter ihre Kontrolle brachten. Anfang Oktober 2012 etwa traf Außenminister Guido Westerwelle in Berlin mit seinem stellvertretenden saudischen Amtskollegen Abdulaziz bin Abdulaziz al Saud zusammen, um künftige Möglichkeiten zur "Stärkung der syrischen Opposition" zu eruieren.[7] Saudi-Arabien hatte zu diesem Zeitpunkt längst Maßnahmen gestartet, die unter anderem dem syrischen Ableger von Al Qaida und schon bald auch dem "Islamischen Staat" (IS) zugute kamen. Von Berlin begleitet, nahm Riad damit eine alte Strategie auf, die es in Kooperation mit dem Westen immer wieder verfolgt hat - und bis heute verfolgt.



Die Nutzung jihadistischer Kräfte durch den Westen, die ein aktuelles US-Geheimdienstpapier mit der Entstehung des "Islamischen Staats" (IS) in Verbindung bringt, hat eine jahrzehntelange Tradition und dauert bis in die Gegenwart an. Dies zeigen ein Rückblick auf den Afghanistan-Krieg der 1980er Jahre sowie eine Analyse des westlichen Machtkampfs gegen Iran vor allem seit 2003. Unterstützten die Staaten des Westens in Kooperation mit Saudi-Arabien in den 1980er Jahren die Jihadisten um Usama bin Ladin, um den sowjetischen Streitkräften am Hindukusch eine Niederlage zu bereiten, so fördern sie seit mindestens zehn Jahren punktuell erneut arabische "Gotteskrieger", um wichtige Verbündete Irans zu schwächen. Diese Maßnahmen, die parallel zum offiziellen "Anti-Terror-Krieg" erfolgen, seien ein "Unternehmen mit sehr hohem Risiko", warnen US-Geheimdienstler. Eine zentrale Rolle in der Jihadisten-Unterstützung spielt mit Saudi-Arabien einer der zentralen Verbündeten Deutschlands in der arabischen Welt.

Gegen die Sowjetunion


Den modernen Jihadismus haben die Mächte des Westens erstmals im großen Stil in den 1980er Jahren in Afghanistan genutzt. Damals setzten die Vereinigten Staaten, die Bundesrepublik sowie weitere NATO-Mitglieder bei ihrem Bestreben, der prosowjetischen Regierung Afghanistans und den dort stationierten sowjetischen Streitkräften eine Niederlage zu bereiten, nicht nur auf afghanische Mujahedin, sondern auch auf arabische "Gotteskrieger". Zu diesen zählte der damals noch weithin unbekannte Osama bin Ladin.[8] Jihadisten wie er wurden mit finanzieller sowie logistischer Hilfe Saudi-Arabiens aufgebaut. Eine wichtige Rolle spielte dabei der damalige Chef des saudischen Auslandsgeheimdienstes und Kontaktmann Bin Ladins, Prinz Turki al Faisal bin Abdulaziz al Saud, der heute im "Advisory Council" der Münchner Sicherheitskonferenz seine politischen Erfahrungen zur Verfügung stellt.[9] Gemeinsam mit der wachsenden Zahl arabischer Jihadisten gelang es den afghanischen Mujahedin schließlich, die sowjetischen Streitkräfte zum Abzug vom Hindukusch zu zwingen. Der Jihadismus hatte damit aus westlicher Sicht seine Tauglichkeit als Instrument im Kampf gegen säkular-sozialistische Kräfte bewiesen.

Gegen Iran


Einen irreparablen Bruch zwischen dem Westen und den Jihadisten schienen zunächst die Al Qaida-Anschläge auf die US-Botschaften in Nairobi und Daressalam (7. August 1998) sowie die US-Gegenangriffe auf Al Qaida-Basen in Afghanistan (20. August 1998), dann vor allem aber die Terroranschläge vom 11. September 2001 und der darauf folgende Afghanistan-Krieg mit sich zu bringen. Tatsächlich aber hat selbst der "Anti-Terror-Krieg" den Westen nicht davon abgehalten, schon nach wenigen Jahren erneut punktuelle Kooperationen mit arabischen "Gotteskriegern" einzugehen. Anlass war diesmal nicht der Kampf gegen säkular-sozialistische Kräfte, sondern der Versuch, Iran zu schwächen. Mit der Zerstörung des Irak in den Jahren ab 2003 hatte das US-geführte Kriegsbündnis Irans traditionellen Rivalen ausgeschaltet und damit unbeabsichtigt Teheran die Chance eröffnet, zur regionalen Vormacht am Persischen Golf zu werden. Um dies zu verhindern, begannen die westlichen Mächte zunächst, die arabischen Golfdiktaturen - vor allem Saudi-Arabien - zur Gegenmacht hochzurüsten.[10] Bald gingen sie auch daran, Irans Verbündete in der Region - etwa Syrien und die libanesische Hizbollah - zu schwächen.

"Höchst riskant"


Dabei kamen erneut arabische Jihadisten zum Einsatz. Der US-Journalist Seymour Hersh hat 2007 exemplarisch beschrieben, wie der Westen gemeinsam mit Saudi-Arabien gegen die libanesische Hizbollah vorging.[11] Während einerseits etwa die deutsche Kriegsmarine sich am UN-Einsatz vor der Küste des Libanon beteiligte, um Waffenlieferungen an die schiitische Miliz zu stoppen, machte andererseits Riad deren schärfste innere Gegner stark: Salafisten und Jihadisten. Deren Hass auf schiitische Muslime ist nicht geringer als ihr Hass auf säkular-sozialistische Kräfte. Hersh ließ sich Anfang 2007 von Regierungsvertretern mehrerer Staaten bestätigen, dass die USA und Saudi-Arabien Mittel an salafistisch-jihadistische Organisationen im Libanon verteilten - für den Kampf gegen die Hizbollah. Ein libanesischer Regierungsvertreter erklärte gegenüber Hersh: "Wir haben eine liberale Haltung, die es Al Qaida-ähnlichen Gruppen erlaubt, hier eine Präsenz zu unterhalten." Ein Ex-US-Agent räumte ausdrücklich ein: "Wir finanzieren eine Menge üble Typen, und das mit möglicherweise ernsten unbeabsichtigten Konsequenzen. Das ist ein Unternehmen mit sehr hohem Risiko."

Ein salafistisches Fürstentum


Dass der Westen im Syrien-Krieg genau derselben Strategie folgt, bestätigt nun ein letzte Woche bekannt gewordenes Papier des US-Militärgeheimdiensts DIA vom August 2012 (german-foreign-policy.com berichtete [12]). Darin heißt es, man halte die Gründung eines "salafistischen Fürstentums" in Ostsyrien für günstig - um der "schiitischen Expansion" aus Iran die "strategische Tiefe" in Syrien zu nehmen. Aus dem "salafistischen Fürstentum" wurde in der Praxis letztlich der "Islamische Staat" (IS).

Der Bandar-Plan


Dabei haben die westlichen Mächte sowie ihre regionalen Hauptverbündeten Türkei und Saudi-Arabien auch in Syrien salafistische und sogar jihadistische Milizen aktiv gestärkt. Eine maßgebliche Rolle spielte dabei Prinz Bandar bin Sultan bin Abdulaziz al Saud, ein ehemaliger saudischer Botschafter in den USA (1983 bis 2005), der ab 2005 als Generalsekretär des saudischen Nationalen Sicherheitsrats unter anderem libanesische Salafisten unterstützte und ab 2012 als saudischer Geheimdienstchef mit dem Syrien-Krieg befasst war. Der nach ihm benannte "Bandar-Plan" sah vor, in Syrien aufständische Milizen zu gründen und aufzurüsten; faktisch handelte es sich bei den von Saudi-Arabien finanzierten Einheiten vor allem um salafistische Trupps. Daneben plante man, Gruppen, die mit Al Qaida kooperierten, durch saudische Agenten zu infiltrieren und Jihadistenmilizen, die nicht infiltriert werden konnten, anderweitig zu beeinflussen. Selbst der IS habe in diesem Rahmen Mittel aus Saudi-Arabien erhalten, wenngleich es sich in diesem Fall wohl nicht um staatliche Gelder, sondern um Unterstützung privater Jihad-Finanziers gehandelt habe, stellte eine israelische Analyse Anfang 2014 fest.[13] Erst als der IS Anfang 2014 in den Irak zu expandieren begann und damit eintrat, wovor die DIA im August 2012 gewarnt hatte [14], wurde Bandar bin Sultan abgesetzt und "zur medizinischen Behandlung" in die USA ausgeflogen. Im Sommer 2014 sahen sich die westlichen Staaten dann genötigt, militärisch gegen den immer mehr erstarkenden IS vorzugehen, dessen Entstehen sie im gemeinsamen Kampf gegen die Regierung Assad noch wohlwollend beobachtet hatten.

Zerstörungspotenzial


Selbst dies hat der Nutzung von Jihadisten durch den Westen jedoch kein Ende gesetzt. Zuletzt hat die US-geführte "Koalition gegen den IS" zugesehen, wie der IS die syrischen Regierungstruppen aus der strategisch wichtigen Stadt Palmyra vertrieb - ein willkommener Hilfsdienst im Kampf gegen die Regierung Assad. Zudem zögen seit März Saudi-Arabien und die Türkei im Syrien-Krieg "wieder an einem Strang", heißt es in Berichten; dabei hätten sie freilich "nicht in erster Linie den IS im Visier, sondern Assad" - eine höfliche Umschreibung für die anhaltende Förderung von salafistischen und jihadistischen Umstürzlern durch Riad und Ankara.[15] Westliche Strategen schlagen inzwischen sogar vor, auch für den Kampf gegen den allzu mächtig werdenden IS Jihadisten zu nutzen. So hieß es kürzlich auf der Website der US-Zeitschrift Foreign Affairs, man dürfe eine weitere Schwächung von Al Qaida nicht zulassen: Al Qaida müsse fortbestehen, um zu verhindern, dass ihre Anhänger zum IS überliefen. Es gelte also, die Terrororganisation und ihren Anführer Ayman al Zawahiri "am Leben zu halten".[16] Bekämpft werden Jihadisten nur, wenn sie allzu mächtig werden - wie etwa der IS - oder wenn sie sich mit Anschlägen gegen die westlichen Staaten selbst wenden. Ansonsten qualifiziert sie ihr Zerstörungspotenzial als klammheimliche Verbündete des Westens im Kampf gegen jeden gemeinsamen Feind.



[1], [2] Department of Defense: Information report, not finally evaluated intelligence. 14-L-0552/DIA/287-293. Einsehbar auf www.judicialwatch.org. Auszüge finden Sie hier.

[4] Department of Defense: Information report, not finally evaluated intelligence. 14-L-0552/DIA/287-293. Einsehbar auf www.judicialwatch.org. Auszüge finden Sie hier.

[5] Deutsches Spionageschiff kreuzt vor Syrien; www.bild.de 19.08.2012.


[7] Außenminister Westerwelle: Syrische Grenzverletzung sofort einstellen. www.auswaertiges-amt.de 09.10.2012. S. dazu Die Islamisierung der Rebellion.

[8] Aufgearbeitet ist die Kooperation mit den Jihadisten am Hindukusch unter anderem in: Steve Coll: Ghost Wars. The Secret History of the CIA, Afghanistan, and bin Laden, from the Soviet Invasion to September 10, 2001. New York 2004.

[11] Seymour M. Hersh: The Redirection. Is the Administration's new policy benefitting our enemies in the war on terrorism? www.newyorker.com 05.03.2007.


[13] Udi Dekel, Orit Perlov: The Saudi Arabia and Kuwait "Outposts Project": Al-Qaeda and Its Affiliates. The Institute for National Security Studies, INSS Insight No. 517, 16.02.2014.


[15] Markus Bickel: Fortschritte und Rückschritte in Syrien. Frankfurter Allgemeine Zeitung 09.05.2015.

[16] Barak Mendelsohn: Accepting Al Qaeda. www.foreignaffairs.com 09.03.2015.


Samstag, 30. Mai 2015

ACHTUNG! ERNENNUNG SAAKASCHWILIS ZUM GOUVERNEUR ODESSAS



Bereiten die USA & das Kiewer Regime einen möglichen Angriff oder Provokationen gegen "Transnistrien" vor?


Erste Experten äußern sich bereits wie folgt:

Die Ernennung der US-Marionette & georgischen Kriegsverbrechers Saakaschwili zum Gouverneur der Region Odessa könnte davon zeugen, dass die USA zusammen mit dem Kiewer Regime eine gezielte Provokation oder gar einen massiven Angriff auf Prednestrovie ("Trasnistrische Republik Moldawiens") planen - oder gar fest ins Auge gefasst haben!

Demnach könnte Saakaschwilli damit eine "zweite" Chance von den USA erhalten - einen ähnlichen Angriff wie am 08.08.08 gegen Süd-Ossetien ("Massaker von Tshinvali") zu starten bzw. zu leiten!

Wir erinnern daran, dass die Region Odessa in direktem Interessensfeld der USA liegt, da in der Metropole Odessa ein großer Schwarzmeerhafen liegt. Demnach wollen die USA ihre Präsenz ("Flotte") in Odessa mittelfristig ausbauen - um ihre Kriegsschiffe nahe der russischen Halbinsel Krim zu positionieren, so Militärexperten.

Odessa liegt auch an der direkten Grenze zur "Transnistrischen Republik Moldawiens" - wo russische Friedenstruppen seit 1990 mit rund 1.200 Soldaten offiziell stationiert sind, um den Bürgerkrieg zwischen der de facto unabhängigen Republik Transnistrien ("Prednestrovskaya Respublika") und Moldawien zu unterbinden. Der Transnistrien-Konflikt ist bis heute ungelöst, gilt inzwischen allerdings als „eingefrorener Konflikt“.

Demnach könnten ukra-faschistische Regime-Truppen die Transnistrische Republik mit Hilfe von US-amerikanischen "Experten", sowie Saakaschwillis georgischen Schärgen, die von der NATO ausgebildet sind - von Odessa aus de facto vollständig "abschneiden".

Sollte Moldawien sich auch noch von den USA "ermutigt" sehen von seiner Seite aus gegen Transnistrien militärisch vorzugehen - droht eine Kesselschlacht um Transnistrien in der auch russische Friedenstruppen mit 1.200 Soldaten mittendrin feststecken!


Quelle: http://tvzvezda.ru/news/vstrane_i_mire/content/201505292214-dcfw.htm

Sonntag, 24. Mai 2015

US B-52 Bomber für Schweden!

Foto: Reuters


Die USA haben zwei B-52 Stratofortress Bomber nach Schweden entsandt um eine militärische Übung zu fliegen, so dass Stockholm aufatmen kann und eine klare Botschaft wegen der wachsenden Spannungen in der Region an Russland zu senden. Die Flugzeuge sind Teil einer Übung in der Nähe von Ravlunda an der schwedischen Ostseeküste die am 13. Juni stattfinden wird, berichteten lokale Medien. 

Stockholms Kampfjets haben häufig ihren Funk verschlüsselt, weil angeblich russische Flugzeuge in der Nähe vom schwedischen Luftraum in den vergangenen Monaten "provokativ nah aufgefallen" seien. Das Land klagte wohl auch über "Einfälle in seine Hoheitsgewässer" durch unbekannte U-Boote die weithin für Russland verantwortlich gemacht wurden. Die daraus resultierenden Spannungen schob die traditionell neutrale Regierung auf Russland um noch mehr Solidarität gegenüber dem Westen zu zeigen. 

Die B-52 Bomber, die im kalten Krieg über seine mehr als 60 Jahren im Dienst standen, sollen nonstop zwischen den USA und Schweden fliegen und eine Reihe von Anti-Schiffs-Minen in der Ostsee abwerfen. Die "Muskelspiel-Übung" ist eine aus einer Reihe von Initiativen der USA, die sich dazu verpflichtet fühlt, den europäischen Partnern gegen Kremls "feindseliges Verhalten" in den letzten 12 Monaten zu begegnen. Die kleinen baltischen Staaten Lettland, Estland und Litauen haben auf eine Verstärkung von Nato-Militärpräsenz gedrängt um möglichen Angriffen begegnen zu können. 

Der ehemalige schwedische Außenminister Carl Bildt twitterte:



Donnerstag, 21. Mai 2015

Putins Antwort auf Stoltenberg!



Das russische Verteidigungsministerium kündigt an, seine Militärgruppierung auf der Krim verstärken zu wollen. Grund sind die Pläne der NATO für ein erweitertes Engagement in Osteuropa.


Diese Erklärung gab der ständige Vertreter Russlands bei der NATO, der außerordentliche und bevollmächtigte Botschafter Alexander Grischko ab.

„Vom Standpunkt der Qualität der Gruppierung wird sich nichts ändern, aber wir werden teilweise unsere Gruppierung auf der Krim verstärken, ausgehend davon, dass in den Ländern der NATO in der letzten Zeit Aktivitäten verstärkt werden zur unmittelbaren Stationierung von militärischem Potenzial an den russischen Grenzen. Außerdem steht die Entscheidung im Zusammenhang mit der Notwendigkeit der Modernisierung der Flotte, welche über viele Jahre nicht erfolgte, da uns die ukrainische Seite unter verschiedenen Vorwänden daran hinderte“, - so der Botschafter.

Vorangehend hatte der Generalsekretär der NATO Jens Stoltenberg auf einer Pressekonferenz zur Beendigung des Treffens der Außenminister erklärt, dass die Allianz alle politischen Kontaktkanäle zu Russland aufrecht erhält, aber eine weitere Zusammenarbeit mit Russland vollständig ausschließt.


Mittwoch, 20. Mai 2015

+++ ACHTUNG: NATO droht Russland mit Angriff. VIDEO +++

Brüssel | vor wenigen Stunden hatte der NATO-Generalsekretär Jens Stoltenberg die Welt einen Schritt näher an einen Krieg mit Russland geführt.
Stoltenberg forderte, dass der russische Außenminister Lawrow zurückzutreten soll und jegliche Unterstützung für die russischen Separatisten zu unterlassen seien. Wegen der großen Zahl der russischen militärischen Übungen, die an der Grenze zur Ukraine durchgeführt werden, sei eine weitere Bedrohung gegeben.
Dies ist eine sehr beunruhigende Entwicklung, die prompt mit der von der NATO massiv durchgeführten Übungen mit US-Truppen, weniger als einen Tagesmarsch entfernt in Estland stattfinden einhergeht.
Und erst im vergangenen Monat drohte Putin mit einem Atomkrieg, wenn die NATO in den baltischen Staaten aktiv bleibt.

Als Reaktion auf Putin startete die NATO diesen Einsatz. Sehr schnell sammelte die NATO fast 13.000 Truppen, um ihre Stärke an Russlands Hintertür zu präsentieren.

Hedgehog ist das größte angelegte militärische Übungsprogramm das vom estnischen Militär und NATO-Streitkräften seit dem 2. Weltkrieg durchgeführt wird.

Estland hat eine gemeinsame Grenze mit Russland und ist nur 5 Stunden von St. Petersburg und 11 Stunden von Moskau entfernt.
Eine falsche Bewegung könnte die ganze Welt in den 3. Weltkrieg führen.

Litauen: Kampfpanzer von Bundeswehr und US-Army gegen Russland



Die USA und ihr Waffenbruder, die okkupierte Bundesrepublik, schaffen weiterhin unermüdlich Kriegsgerät nach Osten. Neben Abrams Kampfpanzern der US-Army rollten am vergangenen Montag erstmals auch Panzer der deutschen Bundeswehr durch Litauen. Das bizarre Schauspiel konnte in der kleinen litauischen Stadt namens Schaulen dokumentiert werden. 

Für den Ausflug ins litauische Niemandsland, worden offenbar sogar extra einige "BRD-Fähnchen" am ausgeborgten Kriegsgerät des deutschen Steuerzahlers montiert. Die Tour bereitet allen Beteiligten offenbar viel Spaß. Lachend und winkend begrüßen Sie das angestammte Fußvolk. Das asoziale Bild, dass man wieder einmal abgibt, lässt sich eigentlich nur noch mit einem Kasten Sternburger Export toppen, der sich an der Kanone baumelnd ebenfalls den Weg durch Litauen bahnt.

Begründet wird der Aufmarsch erneut durch "anstehende Übungen". Unter dem Namen „Saber Strike 2015“ lässt die NATO jetzt wochenlang in Polen, Estland, Lettland und Litauen, den Krieg gegen Russland üben. Beunruhigend ist die Tatsache, dass USA und das von ihr befehligte NATO-Kriegsbündnis, von der Öffentlichkeit weitestgehend unbemerkt, in den letzten Wochen und Monaten, tausende Panzer an den russischen Grenzen in Stellung gebracht haben. Bleibt zu hoffen, dass sich aus der vermeintlichen Übung, kein neuer heißer Krieg auf europäischen Boden entwickelt.

Liebe Blogger und Internetnutzer: Bitte teilt diesen Beitrag größtmöglich im Internet, in Foren und Blogs und natürlich auf VKontakte, Facebook und Twitter. Gerade jetzt ist es wichtig, dass wir uns von der deutschen Lügenpresse nicht beirren lassen und eine angemessene Gegenöffentlichkeit herstellen.


Sonntag, 17. Mai 2015

Militärübungen bei Nikolajew: Kiew redet über Frieden, doch bereitet sich für Krieg vor (VIDEO)



Poroschenko behauptet wieder und wieder, dass er nicht das Minsk-Abkommen verletzt und das die ukrainische Armee nicht als erste angreifen wird.


Aber wenn die ukrainischen Sicherheitskräfte im Donbass angegriffen werden, sei der Präsident bereit sofort den Kriegszustand zu verhängen. Das hatte der ukrainische Präsident wieder einmal während der militärischen Übungen erklärt. Laut Poroschenko haben die militärischen Übungen in dem Gebiet Nikolajew den Zweck die Verteidigungsfähigkeit des Landes zu stärken. Während dessen trainierte man auf dem Übungsplatz aber nicht den Schutz, sondern Angriffe aus der Luft und am Boden.

Die Teilnehmer der sogenannten ATO (Anti-Terroristische-Operation) klagten wiederholt über die veraltete Ausrüstung und Uniformen. Ihrer Aussagen nach haben sie nicht einmal genug Panzerwesten. Aber für die Militärübungen, sowie für ein Schaulaufen, ist alles auf dem höchsten Niveau. Der Oberbefehlshaber der Ukraine gibt dafür die Note «sehr gut». In den Militärübungen in dem Gebiet Nikolajew nehmen dreitausend Soldaten und mehr als vierhundert Kampffahrzeuge teil.

Erwähnt werden muss auch, dass diese nicht die einzige Übung ist, die derzeit auf dem Territorium der Ukraine stattfindet. US-Fallschirmjäger trainieren die Soldaten der ukrainischen Nationalgarde auch in dem Gebiet Lemberg.


Freitag, 8. Mai 2015

Ein sehr bewegendes Video - ISRAEL, EIN REPORTER FLIPPT AUS



Stellt euch vor, ihr werdet eingesperrt auf engsten Raum über Jahre und ihr bekommt weniger Rechte zugestanden als diejenigen, die auf der anderen Seite des Zaunes stehen. Es fehlt an allem, Essen, Medikamente, Wasser, Energie. Ihr habt keine Perspektive für die Zukunft. Ihr habt kein Geld und keine Kraft um weg zu gehen und eure Mitbürger im Stich zu lassen. Überall Verzweiflung und Elend. 

Ihr fragt euch jeden Tag: Warum machen die das mit uns, wir sind doch unschuldige Menschen! Ich würde es nicht gut heißen, aber sehr gut nachvollziehen, wenn jeder palästinensische Zivilist sich mit allen Mitteln verzweifelt wehren würde. Früher hat man sowas "Holocaust" genannt, heute, in Israel heißt es" Verteidigung" Gerade mal 70 Jahre ist das her und der Großteil erkennt nicht einmal diese Unmenschlichkeit... Wir alle, die tatenlos zusehen werden hoffentlich dafür in der Hölle schmoren.

Um zu begreifen warum ich das genau so hart ausdrücke, muss man sich nur folgendes Video anschauen. Und meiner Meinung nach muss es jeder gesehen haben: