Dienstag, 9. Juni 2015

Moskau bereitet sich auf die aktive Verteidigung in Transnistrien vor



Ein Beitrag von rusvesna.su
Unsere Quelle im Verteidigungsministerium der Russischen Föderation erzählt über die Pläne der Liquidierung von Pridnestrowje, die von den Geheimdiensten der USA unter Beteiligung der Verteidigungsbehörden der Ukraine, Moldawien und Rumänien entwickelt wurden.





Das Verteidigungsministerium Russlands ist besorgt über die Möglichkeit der rapiden Destabilisierung des Konfliktes in der Pridnestrowskaja Modlawische Republik (PMR) und bereitet sich auf die ungünstigsten Szenarien vor. Dafür führte die Operative Gruppe Russischer Streitkräfte (OGRW), die in der Republik stationiert ist, eine Übung der Überwachung wichtiger Militärobjekte durch.






Wie der Pressedienst des westlichen Militärbezirks mitteilt, unter dessen Kommando sich die OGRW befindet, nahmen daran mehr als 100 Soldaten teil. Nach einem Alarm und 150 km langem Marsch zu den Militärlagern im Dorf Kolbasna, nahmen sie teil an einer Gefechtsübung mit den Terroristen, die versucht haben sollten dort Waffen und Munition zu erobern.

Solche Szenarien werden nicht nur von den Soldaten der OGRW sondern auch von den russischen Friedenstruppen, die in der Konfliktzone stationiert sind, geübt.

Ein Teil des Planes ist die letzte Woche in Kiew beschlossene Denunzierung des Abkommens mit Moskau über den Transit der russischen Militärs und ihrer Versorgung über das Territorium der Ukraine nach Pridnestrowje.

Angeblich sind schon in der nächsten Zeit mehrere Diversions- und terroristische Operationen der ukrainischen und rumänisch-moldawischen Gruppen in Pridnestrowje geplant, währenddessen die Munitionslager, die jetzt von den russischen Soldaten bewacht werden, erobert werden sollen.

Gleichzeitig werden massenhaft Provokationen mit der Zivilbevölkerung mit Opfern stattfinden, um die russischen Friedenstruppen zu diskreditieren.

All diese Vorkommnisse werden von Kischinew genutzt, um aus dem Abkommen über Friedenstruppenstationierung auszusteigen. Sie würden sich an die Europäische Union und NATO mit der Bitte um andere Friedenstruppen wenden. Zu diesem Zeitpunkt soll ein moldawisch-rumänisches Bataillon schon bereit stehen, der die russischen blauen Helme ersetzen soll. Am 23.Mai hat der Verteidigungsminister Moldawiens W.Tschebotaru während seines Besuchs in Rumänien die Gründung dieses Bataillons offiziell angekündigt. Perspektiwisch sollen auch die Soldaten aus der Ukraine und Polen daran teilnehmen.

Während dieser Verschärfung der Situation um Pridnestrowje, starten die USA und Rumänien militärische Manöver nahe der Grenze mit dem Odessa Gebiet der Ukraine (liegt auf der kürzesten Luftstrecke für russische Militärs, wenn sie Pridnestrowje aus der Luft versorgen müssten). Der Zerstörer der amerikanischen Marine Ross, befindet sich seit dem 23. Mai im Schwarzen Meer. Ross ist mit einem Luftabwehrsystem ausgestattet, die Angriffsbewaffnung besteht aus den Flugraketen Tomahawk.


Neuer Präsident in Polen, FIFA "Skandal" und andere Ereignisse der letzten 4 Wochen







Kai Orak aus Hannover redet in erstaunlichem Detail über die Ukraine, Georgien, Polen, die Korruption und politische Hintergründe der geplanten Fußballweltmeisterschaften und über das Parteiensystem in Deutschland:


Wir haben folgende Themen besprochen

- US Außenminister Kerry in Russland
- Saakashwili taucht diesmal als ukrainischer Politiker auf
- neuer Präsident in Polen Andrzej Duda
- FIFA und WM in Russland
- AfD Lucke gegen Petry

Bitte besuchen Sie auch seine Facebookseite unter: https://www.facebook.com/Kai1896





Bald sind wieder Ferien! Hier eine Warnung!


Was gibt es schöneres, als im Sommer mit der Familie an den Strand zu fahren und Sommer, Sonne und das Meer zu genießen? Natürlich nicht zu vergessen ganz früh am Morgen schon einmal ein Handtuch auf einen der Liegestühle zu platzieren um total verkatert am Nachmittag dort noch einen Platz zu bekommen. Falls dann das Handtuch noch dort liegt!?

Was aber sehr viel wichtiger ist und das soll ganz viele Menschen erreichen, am Besten noch bevor diese in den Urlaub fahren, werft Euren Müll nicht achtlos weg! Hier in diesem Video könnt Ihr Euch die Folgen dessen gern einmal anschauen:


video


DERUWA wünscht allen einen tollen Sommer und ggf. einen schönen Urlaub!



Beschuss Donetsk: Die Kamera am Bahnhof erfasst den Moment des Einschlages



Seht und hört...
VIDEO: Videokamera hält den Beschuss des Bahnhofs in Donezk fest:


Donbass Brandbomben Beschuss auf die Positionen der Milizen:

News Ukraine-Konflikt 09.06.2015 - 29min.






Meine aktuelle, persönliche Tageszusammenfassung zur Ukraine-Krise. Diesmal auch mit Antworten auf viele Fragen bzgl. des Konfliktes!

++ aktuelle Ereignisse im Donbass
++ Rettungsstation wird von ukr. Armee beschossen (RT-Video)
++ Minsk 2 - Ein Vertrag ohne Wert??
++ Transnistrien: droht der nächste Konflikt?
dazu: Ukraine blockiert die Versorgung der Friedenssoldaten
++ WIRD DEUTSCHLAND IN EINEN KRIEG GEZOGEN ??
Antworten auf Fragen bzgl. der Krise von Willy Wimmer


Der US-Imperialismus und die Korruptionsermittlungen gegen die FIFA



Nach tagelang von offizieller Seite zur Schau gestellter Sorge um den angeschlagenen Ruf des „wunderbaren Spiels“ ist das Hauptziel der USA bei ihrem strafrechtlichen Vorgehen gegen hohe Vertreter des Weltfußballverbands FIFA deutlich zu erkennen.

Am 3. Juni teilte das FBI mit, dass es nun auch wegen Korruption, Bestechung und Stimmenkauf im Zusammenhang mit der Vergabe der Fußballweltmeisterschaften 2018 und 2022 an Russland und Katar ermittle. Das ist ein politischer Schachzug gegen das Regime des russischen Präsidenten Wladimir Putin, der als notwendige propagandistische Begleitmusik zur US-geführten Einkreisung Russlands durch die NATO dienen soll.

Die Vorgeschichte der Festnahme von neun führenden FIFA-Offiziellen und fünf Unternehmensvorständen durch das US-Justizministerium am 27. Mai ist bemerkenswert. Die Festnahmen stützten sich auf eine aus 47 Punkten bestehende Anklage nach Maßgabe des RICO Act (Racketeer Influenced and Corrupt Organizations Act, 1970 erlassenes Bundesgesetz der USA). Zu den Anklagepunkten zählen Erpressung, Geld- und Überweisungsbetrug sowie Geldwäsche. Die Ereignisse zeigen, dass die zunehmenden wirtschaftlichen, politischen und militärischen Gegensätze alle Aspekte des Lebens erfassen – und dass Washington vor nichts zurückschreckt, um seinen Willen durchzusetzen.

Fußball ist nicht gerade eine führende Sportart in den Vereinigten Staaten und die 150 Millionen US-Dollar über einen Zeitraum von 24 Jahren, um die es gehen soll, sind Peanuts im Vergleich zu der täglichen Korruption im US-Finanzsystem. Dennoch hat das FBI einen enormen Aufwand betrieben und seine Befugnisse derart weit ausgedehnt, dass es sich nicht mit juristischen Gründen rechtfertigen lässt.

Offiziellen Berichten zufolge wurden erstmals im Jahre 2009 Ermittlungen gegen die FIFA aufgenommen. Sie konzentrierten sich anfänglich auf Korruptionsvorwürfe, die nach dem Bankrott des FIFA-Marketingpartners International Sports Leisure laut wurden, und richteten sich gegen die Kontinentalverbände CONMEBOL (Südamerika) sowie CONCACAF (Nord- und Zentralamerika sowie die Karibik). Ein Großteil der im vergangenen Monat in der Schweiz verhafteten Person hatte ebenfalls Verbindungen zu diesen Verbänden, die der Annahme von Bestechungsgeldern im Zusammenhang mit den Fußballweltmeisterschaften der Jahre 1998 und 2010 beschuldigt werden.

Die Verhaftungen im Hotel Baur au Lac in der Schweiz brachten das FBI allerdings nicht zum angestrebten Ziel. Tatsächlich arbeitete es bereits mit Schweizer Behörden zusammen, die eine nominell eigene strafrechtliche Untersuchung über die Vergabe der Fußballweltmeisterschaften 2018 und 2022 durch die FIFA im Jahr 2010 eingeleitet hatten. Die Personen, die jetzt verhaftet wurden, waren als Delegierte des 65. FIFA-Kongresses in der Schweiz, auf dem Sepp Blatter, die wichtigste Person bei der Vergabe, für eine fünfte Amtszeit als FIFA-Präsident gewählt werden sollte.

Die Kampagne gegen Blatter und die Austragung der WM in Russland hatte schon vor den Verhaftungen begonnen. Am 26. Mai, einen Tag vor der Razzia in der Schweiz, forderten Senator Robert Menendez, gegen den im April Anklage wegen Korruption erhoben worden war, und Senator John McCain in einem gemeinsamen Brief an die FIFA, dass Blatter entfernt werde aufgrund seiner „anhaltenden Unterstützung für die WM in Russland 2018, obwohl Russland weiterhin die territoriale Integrität der Ukraine verletzt und auch in anderer Form die nach dem Zweiten Weltkrieg installierte Sicherheitsarchitektur in Frage stellt.“

Nach dem Eingreifen des FBI wurde diese Kampagne verschärft. Im Vereinigten Königreich griffen Prinz William, führende Funktionäre der Football Association, Premierminister David Cameron von den Konservativen sowie der Anwärter für das Amt des neuen Labour-Parteivorsitzenden, Andy Burnham, Blatter an oder kritisierten die Austragung der WM durch Moskau und Katar.

Blatter selbst wurde immer stärker ins Fadenkreuz genommen. Am 1. Juni berichtete die New York Times, dass ein bisher anonymer „hochrangiger FIFA-Funktionär“, der in einen 10-Millionen-Bestechungsskandal verwickelt ist, als Jérôme Valcke identifiziert worden sei, seines Zeichens FIFA-Generalsekretär und Blatters wichtigster Mann.

Sony, Emirates, Castrol, Continental und Johnson & Johnson zogen sich als Sponsoren der FIFA zurück.

Am 2. Juni kündigte Blatter dann seinen Rücktritt als FIFA-Präsident zum Dezember an. Das hielt das FBI jedoch nicht davon ab, zu betonen, dass auch gegen ihn ermittelt werde. Gleichzeitig erfuhr Reuters von einer anonymen Quelle, dass die Ermittlungen auf die Vorgänge rund um die Bewerbungen für die WM-Turniere 2018 und 2022 ausgeweitet worden seien.



Wie auf Bestellung sagte der britische Kulturminister vor dem Unterhaus, dass England bereit und fähig sei, die WM 2022 auszutragen. In einer Bezugnahme auf Russland bemerkte er: „Wir haben die erforderliche Infrastruktur und wir haben eine sehr beeindruckende Bewerbung für die WM 2018 abgegeben, auch wenn wir damit nicht erfolgreich waren.“

Das Putin-Regime in Moskau versteht sehr gut, dass die US-Operationen gegen die FIFA sich in erster Linie gegen Russland und nicht gegen Katar richten. Putin verurteilte „einen weiteren unverfrorenen Versuch [der USA], ihre Gerichtsbarkeit auf andere Staaten auszudehnen.“

Vertreter Russlands äußerten, Blatters Rücktritt werde auf die Vorbereitung zur Austragung der WM keinen Einfluss haben. Der stellvertretende Ministerpräsident Arkadi Dworkowitsch sagte dem Guardian: „Jede politische Einmischung in Angelegenheiten des Fußballs ist illegal.“

Illegal hin oder her: Es wäre äußerst naiv anzunehmen, dass die USA nicht mit aller Entschlossenheit versuchen werden, die Austragung der WM 2018 in Russland zu verhindern.



Der ukrainische Präsident Petro Poroschenko äußerte sich bereits dahingehend, dass Blatters Rücktritt Hoffnung mache, „gewisse durch Korruption beeinflusste Entscheidungen“ der FIFA würden vielleicht revidiert.

In Großbritannien brachten am 1. Juni sowohl die Konservativen wie auch Labour die Möglichkeit ins Spiel, 2018 und 2022 „alternative“ Weltmeisterschaften auszutragen. Sie teilten mit, dass die FA diesen Plan bereits mit der UEFA diskutiere. Die UEFA hatte für den 5. Juni eine Sondersitzung in Berlin einberufen und war – zumindest vor Blatters Rücktritt – durchaus bereit, eine Abspaltung von der FIFA zu erwägen und 2018 eine eigene Weltmeisterschaft zu organisieren.

Nach Blatters Rücktritt könnte diese „nukleare Option“ hinfällig werden, da die FIFA die Austragung in Moskau noch rückgängig machen könnte. Ein Artikel im Daily Telegraph vom 4. Juni deutete an, dass für diesen Fall „das Gerücht umgeht, die USA seien der stärkste Bewerber.“

Von Anfang an hat die Presse zustimmend über das Vorgehen der USA berichtet, und die Behauptung der USA, den Augiasstall der FIFA ausmisten zu wollen, wurde kaum hinterfragt. Kein einziger bekannter Journalist hat die Fragen gestellt, die auf der Hand liegen: Wie kommen Vertreter der USA dazu, die Korruption bei der FIFA anzugreifen, angesichts des von Korruption geplagten Sportbetriebs in den USA und den Multi-Billionen-Dollar-Skandalen, in die das amerikanische Finanzsystem verwickelt ist und für die niemand zur Verantwortung gezogen wurde? Womit begründet die herrschende Klasse Amerikas ihr Recht, Personen für Handlungen festzunehmen, die sie außerhalb der rechtlichen Zuständigkeit und des Staatsgebiets der USA begangen haben?

Die offensichtlichen geopolitischen Motive hinter dem plötzlichen Interesse der amerikanischen Strafverfolgungsbehörden an den Korruptionsvorwürfen gegen die FIFA werden kaum thematisiert. Eine der wenigen Ausnahmen ist Natalie Nougayrède. Sie schrieb im Guardian: „Die Vorstellung von einer mulitpolaren Welt hat einen schweren Schlag erhalten. […] Das vertraute Narrativ, dass Amerika global nicht mehr die erste Geige spielt, wird eindrucksvoll und sehr öffentlichkeitswirksam revidiert. Auf einmal erscheint die Vorstellung einer postamerikanischen Welt weniger überzeugend.“

Die Auswirkungen reichen viel weiter, als Nougayrède sich vorstellen mag. Die USA sind bereit zu Erpressung, Einschüchterung und Missachtung aller etablierten Rechtsnormen, um einen Propagandaerfolg zu erzielen und Moskau weiter zu isolieren. Doch selbst das ist harmlos im Vergleich zum kriminellen Verhalten Washingtons in anderen, noch wichtigeren Fragen: dem Ausspionieren der Weltbevölkerung, illegaler Überstellungen, Folter, Drohnenmorden, dem Führen illegaler Kriege und der Entwicklung von Kriegsplänen gegen die Nuklearmächte China und Russland, die die Welt mit einer unvorstellbaren Katastrophe bedrohen.


Quelle: Chris Marsden von wsws.org

In Frankreich wächst die Zahl der Arbeitskämpfe gegen den Sparkurs der Regierung



In Frankreich steigt die Zahl der Arbeitskämpfe zur Verteidigung von Arbeitsplätzen und Arbeitsbedingungen. Auch der Widerstand gegen die Sparpolitik der amtierenden Sozialistischen Partei (PS) und der Europäischen Union nimmt zu.

Am Mittwoch begannen die französischen Fluglotsen eine Reihe von 48-stündigen Streiks gegen Angriffe auf Arbeitsbedingungen und Pläne, das Rentenalter im Jahr 2017 von 57 auf 59 Jahre anzuheben. Fast die Hälfte aller Kurz- und Mittelstreckenflüge auf französischen Flughäfen fielen aus. Die Streiks sollen den ganzen April über fortgeführt werden.

Berichten zufolge hat sich die Regierung geweigert, mit der größten Fluglotsengewerkschaft, der SNCTA (Nationale Gewerkschaft der Fluglotsen), über die vorgelegten Forderungen zu verhandeln.

Mehr als 400 Arbeiter bei Radio France streiken seit drei Wochen gegen Pläne der Regierung, bis zu 380 Arbeiter, hauptsächlich Techniker, zu entlassen, um ein Defizit von 21,3 Millionen Euro abzubauen. Die Regierung beabsichtigt, lokale Rundfunksender zu verkaufen oder zusammenzulegen, die Mittel für ihr Programm zusammenzulegen und Einsparungen bei den beiden Orchestern von Radio France vorzunehmen.

Am letzten Freitag schlossen sich dem Streik auch Journalisten an. Die sieben staatlichen und lokalen Rundfunksender haben entweder Sendepause oder betreiben nur einen Notdienst und senden kaum oder gar keine Nachrichten. Der Streik ist bereits jetzt der längste seit zehn Jahren.

Mathieu Gallet, der Vorstandschef von Radio France und ein Frontmann der PS, provozierte die Arbeiter mit Aussagen, wonach das Unternehmen den Sommer ohne weitgehende Einsparungen nicht überleben werde, während er gleichzeitig sein Büro für 100.000 Euro renovieren ließ. Die Beschäftigten von Radio France forderten in einem Antrag Gallets sofortigen Rücktritt, doch die Gewerkschaftsbürokratie beklagt nur, dass sich Gallet weigert, mit ihr über seine Pläne für Umstrukturierungen und Arbeitsplatzabbau zu verhandeln.

Gallet genießt die volle Unterstützung der Regierung. Kultusministerin Fleur Pellerin erklärt, die Entlassungen - sie spricht von "freiwilligen" - seien "vermutlich notwendig." Sie forderte ein "soziales Modernisierungsprogramm."

Das gewerkschaftliche Streikkomitee, bittet die Regierung, einen Vermittler zu ernennen, um die festgefahrene Situation aufzulösen, wohl wissend, dass ein solcher Vermittler die Anweisungen der Regierung befolgen wird.

Die Streiks vom Mittwoch überschnitten sich mit einem eintägigen Streik am Donnerstag, zu dem die Gewerkschaftsbürokratie aufgerufen hatte, um den wachsenden Widerstand gegen die PS-Regierung und den Sparkurs der EU auf ungefährliche Weise zu entschärfen. Beschäftigte in öffentlichen Krankenhäusern und Schulen planen für Donnerstag einen Streik und Protestmärsche in ganz Frankreich.

Die Streiks sind eine erste Reaktion der Arbeiterklasse auf die Versuche der PS-Regierung und der Unternehmerlobby, die Sparmaßnahmen zu verschärfen. Obwohl die PS vor kurzem bei den Kommunalwahlen für diese Politik abgestraft wurde, hat Premierminister Manuel Valls deutlich gemacht, dass er seine Angriffe auf die Arbeiter verschärfen wird, um die Forderungen der EU an Frankreich zu erfüllen, sein Haushaltsdefizit bis 2017 auf drei Prozent des Bruttoinlandsprodukts zu senken.

Gleichzeitig verteilt Valls Steuergeschenke an die Arbeitgeber. Am Mittwoch kündigte er weitere Senkungen der Unternehmenssteuern bei Investitionen in einer Gesamthöhe von 2,5 Milliarden Euro über die nächsten fünf Jahre an.

Die PS und die Gewerkschaftsbürokratie befinden sich in intensiven Gesprächen mit den Arbeitgeberverbänden und planen Angriffe auf die sozialen Rechte der Arbeiter, die man nur als historisch bezeichnen kann. Den Rahmen bildet eine so genannte "Reform" der Arbeitsverträge. Die Wirtschaftselite will alle langfristigen Arbeitsverträge (CDI) abschaffen, sodass die Arbeitgeber nach Lust und Laune einstellen und entlassen und drastische Kürzungen von Löhnen und Zusatzleistungen durchführen können.

Es finden bereits ständig Massenentlassungen statt. Am 7. April kündigte der Konzern Vivarte, der die Bekleidungsgeschäfte La Halle, Kookai und André betreibt, wegen sinkender Verkaufszahlen 1.600 Entlassungen an. Ende März beantragte das Logistik- und Transportunternehmen MoryGlobal Insolvenz. Es wäre die größte Firmeninsolvenz in Frankreich seit dem Zusammenbruch des Haushaltsgeräteherstellers Moulinex im Jahr 2001; 2.150 Arbeitsplätze sind bedroht.

Um sich gegen diese Angriffe zu verteidigen, die in Frankreich und ganz Europa von reaktionären Regierungen jeder Couleur durchgeführt werden, muss die Arbeiterklasse einen politischen Kampf gegen die PS und die EU führen. Die Streiks können nur erfolgreich sein, wenn sie mit einer revolutionären und sozialistischen Perspektive verbunden sind, die auf der Mobilisierung und Vereinigung der ganzen europäischen Arbeiterklasse im Kampf gegen die EU basiert.

Das bedeutet, Arbeiter müssen den korrupten Gewerkschaftsbürokratien und den pseudolinken Parteien, die jahrzehntelang Arbeitskämpfe unterdrückt haben, die Kontrolle über die Streiks entreißen.

Wenn man die Perspektive verstehen will, die die Gewerkschaftsbürokratien, die stalinistische Linksfront und die Neue Antikapitalistische Partei (NPA) in Frankreich verfolgen, muss man sich nur ihre griechischen „Brüder im Geiste“ ansehen - die Partei Syriza. Seit diese im Januar an die Macht gekommen ist, hat sie vor den Sparforderungen der EU kapituliert und plündert momentan das griechische Gesundheitssystem, die Rentenfonds und Sozialkassen, um Griechenlands Gläubiger in der EU und dem Internationalen Währungsfonds auszahlen zu können.

Clementine Autain von der Linksfront ignoriert Syrizas Angriffe auf die Arbeiterklasse und erklärte, die PS solle sich Syriza zum Vorbild nehmen. Sie behauptete, die Antwort auf Austerität solle eine "Erneuerung der Kulturpolitik" sein, die sich an der kurzfristigen Rettung des griechischen öffentlich-rechtlichen Rundfunks durch Syriza orientiert. Sie fügte hinzu: "Griechenland hat gerade erst seinen öffentlichen Fernsehsender wieder in Betrieb genommen. Frankreich hingegen stellt sein Rundfunk- und Fernsehangebot zur Disposition. Finden Sie den Fehler."

Autains Äußerungen müssen Arbeitern eine Warnung sein: die Linksfront, die NPA und ihre Verbündeten verfolgen den gleichen arbeiterfeindlichen Kurs wie Syriza und würden die gleiche Politik betreiben, wenn sie in Frankreich an die Macht kommen würden.

Die Pseudolinken, die Francois Hollande bei der Präsidentschaftswahl 2012 unterstützt haben, fürchten die explosive soziale Lage und die Unzufriedenheit der Arbeiterklasse, die sich von Hollande abgewandt hat. Sie rufen zwar zu Protesten auf, bei denen die Teilnehmer Dampf ablassen können, fürchten jedoch, dass eine breite Mobilisierung der Arbeiterklasse schnell zum Sturz der PS-Regierung führen könnte. Sobald sich die Proteststreiks ausweiten und zu einer Bewegung gegen die PS und die EU entwickeln, werden sie versuchen, sie so schnell wie möglich abzuwürgen.

Das ist die Lehre aus dem Streik der Air France-Piloten gegen Lohnsenkungen und Leistungskürzungen in Verbindung mit der Einführung des Billigfliegers Transavia im letzten September. Die Piloten waren in einer starken Verhandlungsposition: sie hatten den Flugverkehr der Air France zum Erliegen gebracht und das Unternehmen verlor hunderte Millionen Euro.

Aber gerade weil ihre Position so stark war, und weil die Nationale Pilotengewerkschaft SNPL befürchtete, dass ein Sieg der Piloten dem Unternehmen und der PS-Regierung eine entscheidende Niederlage zufügen könnte, beendete sie den Streik und organisierte eine Niederlage. Pseudolinke Gruppen wie die NPA und Lutte Ouvriere (Arbeiterkampf) deuteten die Niederlage in einen Sieg um und versuchten, möglichst viel Verwirrung und Demoralisierung zu verbreiten.

Die Arbeiterklasse kann ihre große Kraft und Stärke nur in einem politischen Kampf gegen die PS und die EU, und für die Mobilisierung der Arbeiter auf der Grundlage einer internationalen und sozialistischen Perspektive entfalten.

Quelle: Pierre Mabut von wsws.org

Die nächste Weltwirtschaftskrise - Arme Ritter



Dieser Film zeigt sehr deutlich auf, was auf uns demnächst zukommen wird!

Ein fiktives Szenario über eine Weltwirtschaftskrise in der heutigen Zeit, die ähnliche Ausmaße annimmt wie zuletzt in der Krise von 1929.

Rolf ist ein erfolgreicher egozentrischer Unternehmer, den der Banken- und Börsencrash Ende 2008 hart trifft. Seine Existenz wird in wenigen Sekunden zerstört und er ist emotional am Ende.

Die Weltwirtschaftskrise verschärft sich, die Menschen werden in Massen arbeitslos, die Nahrungsmittel werden immer knapper und die Energieversorgung ist stark eingeschränkt, schließlich kommt es zu Ausgangssperren...

Rolf und seine Freundin Jule erfahren diese Auswirkungen am eigenen Leib.

Als Rolf sich mit Gewalt Lebensmittel beschaffen muss und er sogar in der Wohnung überfallen wird, entschließen sie sich zu den Schwiegereltern aufs Land zu ziehen. Rolf muss sich mit seinen Wertvorstellungen im Leben auseinandersetzen und erfährt durch die Krise eine existenzielle Wandlung.