Sonntag, 6. Dezember 2015

Coca-Cola zieht Werbespot nach Rassismus-Vorwürfen zurück



In der aktuellen Kampagne des Getränkeherstellers fahren weiße Nordamerikaner in ein mexikanisches Dorf, um dort einen Cola-Baum zu bauen. Der Spot zur Vorweihnachtszeit sollte für Freude sorgen – und entwickelte sich zum Marketingdesaster für den Konzern.

Der Getränkekonzern Coca-Cola hat nach heftigen Protesten einen Werbespot zurückgezogen. Mexikanische Ureinwohner fühlten sich durch die Kampagne diskriminiert. In dem Clip sind weiße Amerikaner zu sehen, die fröhlich in einer Werkstatt arbeiten und anschließend mit etlichen Cola-Flaschen in ein mexikanisches Dorf fahren, um aus diesen einen Weihnachtsbaum zu bauen.

In dem Spot sind die bisher recht traurigen Ureinwohner vom Volk der Mixe erst fröhlich, nachdem die US-Amerikaner sie mit ihren Gaben beglücken. „Diese Art Werbung fördert Diskriminierung und Rassismus“, sagte die Aktivistin Elvira Pablo, die sich seit Jahren für die Rechte von mexikanischen Ureinwohnern einsetzt. 

Ein Sprecher von Coca-Cola äußerste sich ebenfalls zu dem Fall. Das Video habe eigentlich „eine Botschaft von Zusammenhalt und Glück zwischen Gemeinschaften“ symbolisieren sollen. Der Konzern bedauere das Missverständnis und hat den Clip von all seinen sozialen Kanälen entfernt. Es sei nicht die Absicht gewesen, irgendjemanden zu entwürdigen, teilte das Unternehmen mit. Allerdings ist das hier wieder einmal ein tolles Beispiel dafür, dass US-amerikanische Unternehmen nicht sehr weit denken können!