Mittwoch, 24. Juni 2015

Warum? Was haben wir Euch getan?

Olga S.


Wir wollten keinen Krieg! Wir haben niemanden etwas getan! Unser Verbrechen war es, nicht für ein faschistisches System zu sein. Wir wollen keine Nazis die früher schon Elend und Verderb über den gesamten Kontinent brachten! Dafür tötet Ihr unsere Kinder und Enkelkinder. Sie haben noch nie ein böses Wort über Euch gesagt, aber Ihr habt sie erschossen. Sie waren doch alle noch so klein.

Warum müssen Kinder sterben, weil Erwachsene Menschen nicht genug von der Macht und dem Geld bekommen können? Warum schaut die Welt denn tatenlos zu wie wir alle getötet werden?



Die OSZE Beobachter kommen immer nur nachdem alle tot und alle Gebäude vernichtet wurden. Sie vermessen von wo aus geschossen wurde, aber mit was interessiert sie noch nicht einmal! Während der Angriffe sind sie in Sicherheit bei den Angreifern und feiern und saufen! Teilweise stehen sie sogar daneben wenn die Faschisten ihre Kanonen in Stellung bringen.

Was haben wir den Deutschen getan, dass dieses Land die Nazis unterstützt und uns nicht hilft? Warum schreiben die deutschen Medien so viele schlechte Sachen über uns? Lügen! Und der Rest von Europa? Wo sind sie denn alle? Macht es den Deutschen Spaß zuzusehen wie wir auf den Straßen liegen, ohne Gliedmaßen und am brennen? Viele tote Frauen haben noch ihre toten Babys in den Armen. Es ist nur gut, dass es Euch in Deutschland und im Rest von Europa noch nicht getroffen hat! Es ist grausam. Es ist das Schlimmste was ein Mensch erleben kann und ertragen muss.



Es gibt so viele gute Menschen zwischen Euch in der Bevölkerung, die mit ihren Mitteln auf uns hier im Donbass aufmerksam machen. Sie bombardieren Euch in Euren Wohnzimmern mit Videos und Berichten. Und ihr seid die Einzigen die an unserer Situation etwas ändern können. Ganz Europa hört auf Deutschland. Wenn Deutschland uns hilft, dann hilft uns ganz Europa! Es liegt alles an Euch! Bitte helft uns! Sie sollen bitte nicht noch mehr unserer Kinder töten! Um uns ist es sowieso zu spät, aber bitte rettet unsere Kinder!

Olga S.