Sonntag, 17. Mai 2015

Nachruf auf Beate Zschäpe

Ein Beitrag von QuerDenken.tv



11. Mai 2015 (von einem mit dem Fall vertrauten Anwalt) Am frühen Morgen, kurz vor der Essensausgabe wurde Beate Zschäpe erhängt vorgefunden. Die Staatsanwaltschaft München geht von einem Selbstmord aus. Anzeichen auf ein Fremdverschulden liegen nicht vor. Eine Obduktion der Leiche Zschäpes wurde angeordnet.

Ein jüngst in Auftrag gegebenes psychiatrisches Gutachten, das für jedermann im Gebäude des Oberlandesgerichts München seit Mai 2015 öffentlich zugänglich ist, kam der Gutachter zu dem Schluss, das die wegen mehrfachen Mordes angeklagte Beate Zschäpe zunehmend unter der Strategie ihrer Verteidiger litt und sich sowohl ihr körperlicher als auch ihr seelischer Zustand nach über 200 Verhandlungstagen des Schweigens gegenüber des im Jahr 2013 erstellten Gutachtens wesentlich destabilisiert hat.

Die Staatsanwaltschaft sieht in dem Versagen der Verteidigungsstrategie einen der Hauptgründe für den Selbstmord Zschäpes. Da gegen Tote ein Verfahren nach der Strafprozessordnung nicht geführt werden kann, wird das Verfahren eingestellt werden. Die NSU Morde bleiben unaufgeklärt.

So oder so ähnlich könnte die Schlagzeile lauten


Ich erwarte diese Meldung deshalb, weil das von Psychiater Nedopil verfasste Gutachten deutlich auf einen möglichen Selbstmord Zschäpes hindeutet. Er macht dafür die falsche Strategie des Schweigens der Verteidigung verantwortlich. Zschäpe leide zunehmend unter dieser Vorgehensweise und leide allein unter diesem Fakt.

Daß ihr zehn Morde angelastet werden, sei kein Grund für Zschäpe unter Depressionen zu leiden. Einzig und allein das Maul zu halten falle ihr schwer. Die Angeklagte leide unter einer narzistischen Persönlichkeitsstörung und übersteigerter Eitelkeit. Zudem habe sie keinerlei Empathie und eine Überempfindlichkeit gegen Kritik.

Das passt alles nicht zu einer Frau, die nach dem Wohnungsbrand ihre Katzen in gute Hände gibt bevor sie sich stellt. Aus meiner Sicht wird die Öffentlichkeit auf den Selbstmord von Beate Zschäpe vorbereitet. Würde sie aussagen, wäre Beate Zschäpe schon tot. Ich mache an dieser Stelle auf die vielen wichtigen Zeugen des Prozesses aufmerksam, die alle unter sehr fragwürdigen Umständen zu Tode kamen. Es gibt viele Parallelen aus der Stammheimer Zeit und die bis heute nicht hinterfragten Selbstmorde von Baader und Ensslin. Ich habe diese Vorgänge aus nächster Nähe betrachten können und sehe die Gefahr, dass Beate Zschäpe beseitigt werden wird.
Hoffentlich irre ich mich.


Infos:

http://www.spiegel.de/panor...

http://www.faz.net/aktuell/po...

http://www.focus.de/politik...

http://www.spiegel.de/panorama...

http://www.spiegel.de/panorama/...

http://www.spiegel.de/panorama/justiz/...

https://www.wsws.org/de/articles/2015/04/08/nsu-a08...

http://blog.zeit.de/nsu-prozess-blog/2015/03/31/med...

http://blog.zeit.de/nsu-prozess-blog/2015/03/30/der-zufall-geht-um/

http://www.faz.net/aktuell/politik/nsu-prozess/heilbronner-nsu-mord-zeuge-florian...

http://www.bild.de/news/inland/nsu/nsu-prozess-diese-zeugen-starben-bevor-sie-aussagen...


Das durch Explosion zerstörte Haus in Zwickau, am 4. November 2011. Hier wohnte Zschäpe mit den beiden Männern Mundlos und Böhnhardt in einer konspirativen Wohnung. Zschäpe habe eine brennbare Flüssigkeit in dem Haus verschüttt, bei deren Entzündung es zu einer Explosion (Verpuffung) gekommen sei. Bild: Wikipedia /André Karwath