Montag, 21. Dezember 2015

Erdrutsch im südchinesischen Shenzhen - Tausende suchen nach Überlebenden



PEKING - In einem Industriepark in Südchina rutscht ein Berg aus abgetragener Erde und Bauschutt ab und begräbt zahlreiche Häuser unter sich. 1500 Retter sind im Einsatz, um nach Überlebenden zu suchen.

Nach dem Erdrutsch in Nürnbergs Partnerstadt, dem südchinesischen Shenzhen, werden noch mindestens 91 Menschen vermisst. Dies teilten Behörden in der Stadt am Montag mit. Zuvor war in staatlichen Medien von mindestens 27 Vermissten die Rede. Berichte über mögliche Tote gab es weiterhin nicht.

Das Unglück hatte sich am Sonntagmittag in einem Industriepark im Nordosten der Stadt ereignet. Lokalen Behörden zufolgte rutschte offenbar nach Regenfällen ein riesiger Berg mit ausgehobener Erde und Bauschutt ab, der von Arbeitern an einem etwa 100 Meter hohen Hügel angehäuft worden war. Anwohner berichteten von Massen aus roter Erde und Schlamm, die mehrere Häuser und Fabriken unter sich begruben. Wie Staatsmedien berichteten, waren mindestens 33 Gebäude davon betroffen, darunter auch zwei Wohnunterkünfte von Arbeitern.

Nach dem Erdrutsch im Süden Chinas hoffen die Tausenden Helfer, Überlebende zu finden. Mehr als 90 Menschen werden vermisst. Am Rande eines Industriegebiets hatte sich ein Berg aus abgetragener Erde, Bauschutt und Müll gelöst.


Von Philipp Abresch, Singapur