Montag, 21. Dezember 2015

Störfall am „AKW Leningrad“ – radioaktiver Dampf ausgetreten?- Near St. Petersburg the accident occurred at the nuclear power plant!




Das Kernkraftwerk Leningrad ist 70 km westlich von Sankt Petersburg entfernt. Hier soll es zu einem Störfall gekommen sein, wie Medien berichten und auch gestern Abend in den finnischen Nachrichten erwähnt wurde.

Man zeige sich besorgt, dass Radioaktivität ausgetreten sein könnte. Die Netzfrauen haben für uns recherchiert und die Informationen zusammengefasst. Das Kernkraftwerk Leningrad besteht aus vier Reaktoren vom Typ RBMK mit einer Leistung von je 1000 MW. Der zweite Kraftwerksblock von Sosnowy Bor läuft seit 40 Jahren.


Laut mehreren ukrainischen und russischen Nachrichtenmeldungen soll sich dieser Zwischenfall am 18.oder 19. Dezember im AKW Leningrad zugetragen haben.

Durch ein geplatztes Rohr soll heißer Wasserdampf in eine Turbinenhalle gedrungen und so in die Umwelt gelangt sein. Die Mitarbeiter des Kernkraftwerkes Leningrad (LNPP) wurden nach Hause geschickt. Die Recherchen ergaben, dass die Anwohner die Häuser nicht verlassen und die Fenster geschlossen halten sollen.

Der ausgetretene Wasserdampf soll nach Aussage von ehemaligen Mitarbeitern, denen die dortigen Verhältnisse bekannt sind, radioaktiv sein. Der Ostwind soll die Wolken Richtung Estland und Finnland treiben. 

Der verantwortliche Direktor Wladimir Pereguda richtete sich an die Bevölkerung, dass es keinen Grund zur Beunruhigung gebe. Die Stadt Sosnowy Bor, wo sich das AKW befindet, brauche nicht evakuiert werden. Doch dieses sieht die Bevölkerung anders und Manschen tun ihren Unmut im Netz kund.

Eine dortige Umweltgruppe empfiehlt die Strahlung in Finnland zu messen, da, wie schon erwähnt, die Wolken Richtung finnischen Meerbusen getrieben werden.

Laut dem AKW ist der Störfall unter Kontrolle, hoffen wir, dass diese Mitteilung stimmt. Im Fall Tschernobyl hat man versucht, dieses Unglück klein zu reden.

In den deutschen Medien fanden wir nur eine Nachricht von der TAZ., die berichtet, dass viele befürchten, dass die Sache vielleicht doch schlimmer ist, als die offiziellen Verlautbarungen nahelegen. Die Videobotschaft des Direktors des AKW Leningrad, Wladimir Pereguda, sei wohl mit sehr heißer Nadel gestrickt worden. „Und er war offensichtlich nervös“ beschreibt die in Moskau erscheinende Komsomolskaja Prawda den Online-Auftritt des Atommanagers.