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Donnerstag, 21. Mai 2015

Faschismus ist allgegenwärtig!


Adam Walder erstellte diesen Beitrag:

Faschismus gibt es in jedweder Art, wer das abstreitet, macht sich ohnehin unglaubwürdig. Es kann nicht angehen, dass der Faschismus lediglich auf den Braunen, also Nationalsozialismus beschränkt wird. Zionismus ist ebenso Faschismus. Dies wird jedoch vornehm ignoriert, gar mit gekuschelt. 

In vielen Webseiten der besagten Antifaschisten ist auch sehr oft zu lesen, dass sie zwar gegen alle Staaten seien, jedoch uneingeschränkt Solidarität mit Israel bekunden. Als dann sie sich wünschen, alle Staaten der Welt sich auflösen, jedoch die des israelischen Staates zu letzt. Ebenso ergeht es in Deutschland den etablierten Friedensbewegungen, die nur noch ihrer Schatten selbst geblieben sind. 

Beide versuchen sich dafür einzusetzen, wer wohl die Deutungshoheit über Antifaschismus besitzen, bzw. gar für eine Friedensbewegung auf die Strasse gehen zu können. Diskriminierung, als auch Ausgrenzung sind ebenfalls eine Art von Faschismus. Es fehlt jedwede Selbstreflexion und eigener Kritik. So ist es den Friedensaktivisten ihren unermüdlichen Einsätzen zu verdanken, das nebst Bekämpfung des Faschismus, auch die drohende Kriegsgefahr gegen Russland sehr verzögert wurde. 

Hier bekriegen sich die etablierten Friedensbewegungen noch darauf, sich in Schweigen zu hüllen und mit Kritik und Forderungen nach Frieden sehr sparsam zu verbleiben. Keine NATO Kritik, keine Kriegskritik, nichts im Bezug auf die Unterstützung der Nazi‘s in der Ukraine. Faschismus der übelsten Art. Dort werden jetzt die Russen gejagt, Juden werden vertrieben und unser auch so guter Westen mischt dort ebenso kräftig mit. 

Kein Wort des Friedens, ebenso auch im Nahenosten, wo diese Höllenhunde auch noch mit Unterstützung der NATO ausgebildet und bewaffnet werden. Friedensbewegung und Antifaschismus setzt voraus, seine Stimme gegen diese Handlungen zu erheben und nicht gegen Aktivisten vorzugehen, die die Bekämpfung von Faschismus fordern. Anschließend sich in Erklärungen und selbstmitleidigen Aussagen zu verstricken. Die hin bis zur Meinungsdiktatur und Ausschluss aus unliebsamen Diskussionen führt. Auch das ist Faschismus.

Ich bleibe bei meinen Werten und lassen sie mir auch nicht wegnehmen.

NIE WIDER KRIEG, NIE WIEDER FASCHISMUS!!!!

Mittwoch, 20. Mai 2015

"OHNE KAPITALFETISCHISMUS gäbe es KEINEN FASCHISMUS"




Faschismus - Wieso er immer von den Menschen selbst unterstützt wurde und warum er heute aktueller denn je ist!


Es wird derzeit so viel über Faschismus geschrieben, dass ich denke, es ist an der Zeit ..den Faschismus in der heutigen Zeit (und überhaupt) mal näher zu beleuchten. Das aber nur mit dem Verständnis dafür, wie und wodurch Faschismus überhaupt entsteht.. und warum er (auch wenn wir es nicht glauben wollen) immer auch durch die Menschen selbst getragen wird. Diese Erkenntnis muss man leider erlangen, wenn man die Bevölkerung als Entscheidungsträger der Vergangenheit und der Gegenwart sieht! (und letztendlich sind wir genau das! )

Achso.. nur mal gleich vorneweg.. grüner, brauner, roter Faschismus.. sorry.. aber das ist der totale Quatsch. Faschismus entsteht immer aus einem zutiefst rassistischen, und ungesunden nationalistischen Bewusstsein und Handeln heraus.. wenn man möchte, dass man selber zu den "Auserwählten" in einer Krise gehört, ist man nicht mehr rot(links) sondern eben das Gegenteil Demzufolge ändert nicht der Faschismus seine Farbe, sondern die Protagonisten wechseln die Seite. Demzufolge kann man "den Faschist" dann sehr klar einordnen. Wer sagt, dass er links ist, muss es also noch lange nicht sein. Aber es liegt an uns, dann richtig zuzuordnen, statt alles zu verwischen und den Menschen somit jegliche Sicherheit der Positionierung zu nehmen!

Wer weiterhin politischen Genderwahn betreiben möchte, ist als politischer Analytiker nicht mehr ernst zu nehmen. Ein Verwischen politischer Seiten fördert noch dazu faschistische Tendenzen! Wozu ist also das Verwaschen politischer Begriffe gut, außer, dass man den nachfolgenden Generationen eine Positionierung erschweren will... denn es wird hier wohl niemand ernsthaft glauben, dass man Politik per Zwang in absehbarer Zeit abschaffen könne! Somit spielt man genau den Tendenzen zu, gegen welche man sich vermeintlich ausspricht! ...

"Geschichtlich ist der Faschismus immer eine Reaktion auf den Zusammenbruch der bürgerlichen Gesellschaft im Verlauf einer finalen kapitalistischen Krise"

Faschismus ist ein Begriff aus dem Italienischen, der die Rute (fascies) als legitimes Züchtigungs- und Herrschaftsmittel im Prinzip der Ertüchtigung, Ausrichtung und Gleichschaltung von Menschen nach Maßgabe eines veredelten Gemeinsinns umschreibt (dies meint Faschismus auch im Doppelsinn von Bündelung durch Gewalt). Fascies waren die Ruten, mit denen die Steuereintreiber im 18. Jahrhundert die säumigen Steuerzahler in Italien bestraft hatten.

Faschismus setzt einen Staat voraus, der sich gegen seine Bürger per Gewalt durchsetzen kann. Von da her ist der Begriff mit unmittelbarer Staatsgewalt und dem Zwang zum Staatsgehorsam verbunden.



Der deutsche Faschismus war aus demokratischen Wahlen hervorgegangen, in denen die Parteien ideologische, kulturelle, politische und ökonomische Ursprungssehnsüchte bedient hatten, die meist esoterisch unterlegt waren. In diesem Konglomerat verschmolzener Abstraktionen hatte der Nationalsozialismus die höchste Popularität und kam durch den üppigen Gebrauch populistischer Propaganda an die Macht. Sie bot sich an als Wille eines besonders begabten Menschentums, das durch einen Führer des Heils einer Endlösung die schwelenden sozialen, kulturellen und ökonomischen Krisen auf den Mann brachten.

Der Begriff Faschismus steht heute fälschlicherweise aber meist für eine Staatsgewalt, die sich nicht aus einer Legitimation durch einen "Willen des Volkes", sondern aus der Eigenmacht des Staates selbst begründet sei, als selbständige Staatsgewalt. Diese Selbständigkeit hat der aber nur dadurch, dass er sich als Kulturstaat zu repräsentieren versteht, der sich gegen seine ökonomischen und sozialen Krisen wendet. Durch die hiermit popularisierte Wählermeinung entwickelt er sich inmitten einer repräsentativen Demokratie aus der Administration des Staates, der Staatsgewalt, sobald sie sich in der Repräsentanz des politischen Willen eines Volkes totalisiert.

Ökonomische Grundlage hierfür ist die Notwendigkeit einer zusätzlich zur Reproduktion und Mehrwertproduktion vom Staat erzwungenen Verwertung von Arbeitskräften, besonders im Zweck einer Negativverwertung nach anhaltenden kapitalistischen Krisen, die sich im Staatsbankrott nach unbewältigbarer Staatsverschuldung realisiert hatten. Wenn diese die Kapazität der Kreditierung durch das Finanzkapital überschritten hat, kann die Staatsschuld zunächst nur durch Reduktion der Sozialleistung des Staates und gleichzeitigem Druck auf die nationalen Verwertungsträger, auf die arbeitende Bevölkerung erreicht werden, bevor sie als Expansionstrieb auf das Ausland übergreift.

Es entsteht ein allgemeines Verhältnis der Bedrängung, das von der Notwendigkeit des Staates bestimmt ist, der Geldentwertung, welche die Erscheinung einer Negativverwertung ist, durch Einträge von "frischem Geld" entgegenzutreten. Hierfür wird eine Elite befördert, welche sich als Agent der Bedrängung anbietet, besonders durch Wissenschaftlern und Beamten mit hohem Interesse an der Teilhabe am Wohl des Staates und von daher hoher Bereitschaft zur Disziplinierung der Bevölkerung.



Ökonomisch breitet sich im Zusammenwirken aller Momente der Negativverwertung eine nationale Zwangsgesellschaft auf, die vom Diktat der Staatsschuld, das wesentlich von den Banken, und den Devisen- und Aktienmärkten getragen wird. Das Finanzierungsgebot der Staatsgläubiger erscheint daher auch von selbst auf den Geldmärkten als Gebot der Geldbesicherung. Hierdurch erheischen die kapitalistischen Glücksritter eine Staatspolitik, die zugunsten der Geldsicherung gegen die nationale wirtschaftliche Grundsicherheiten geht.

Der politische Sysyphos in solcher Lage vollzieht sich in der Notwendigkeit, die wirtschaftliche Lage als ganze so einzuregeln, dass die Negativverwertung aufgehoben wird.

Faschismus ist die Ideologie solcher Negativverwertung, die aus der Empfindung der gesellschaftlichen Zerstörung entspringt und die Notwendigkeit des Zwangs gegen die Bevölkerung artikuliert. In der Bevölkerung ensteht besonders unter den davon Betroffenen, die sich kein Bewusstsein über ihre Lage machen oder gemacht haben, also den Reaktionären, der Neid auf jeden Besser gestellten, der sie an der Teilhabe des Besseren, Höheren und Heilen hindert.

Es entsteht eine unbewusste Teilnahme an der Gewalt gegen sich, indem sie als Gewalt gegen andere interniert wird. Sie begründet sich als bewusstloses Negativ aus dem Heil des Ganzen gegen die Minimierung einzelner Interessen und Bedürfnisse, aus der Macht totaler Staatlichkeit. Wesentlich für den Faschismus ist die totale Macht des Ganzen als Vollstrecker einer Art notwendigen Erlösung, der sich alles Einzelne zu unterordnen hat, um nicht als Teil eines Unheils fungieren zu können.

Unheil ist dem Faschismus in doppeltem Sinn vorausgesetzt: Er gründet auf wirklichen Mängeln und Krisen innerhalb eines bestimmten Lebensraums (Staatsbankrott) und ist vom ideellen her die Projektion einer zerstörten Welt und ihre Wendung zur Außenwelt. Faschismus wird dann zu einem staatspolitischen Verhältnis, das von den Bürgern allgemein gewollt wird, um das Zerstörte als das Böse aus einem Land zu bannen.



Der moderne Faschismus ensteht innerhalb der bürgerlichen Demokratie auf der Grundlage freier Meinungsbildung als populistische Reaktion auf ökonomische und kulturelle Mängel und Krisen, die sich nicht mehr innerhalb der bürgerlichen Ökonomie und Kultur aufheben lassen.

Faschismus ist von daher nicht einfach eine Ideologie oder Anwendung eines "falschen Bewusstseins", sondern knallharte Konsequenz aus den ökonomischen Zwängen und den kulturellen Zerwürfnissen, die sich in den Krisen der bürgerlichen Gesellschaft herausstellen.

Daher entwickelt sich Faschismus nicht nur als administrative Politik, sondern zugleich auch als Wählermeinung in der bürgerlichen Demokratie und gewinnt die Akzeptanz der Bürger aus den reaktionären Kräften der bürgerlichen Kultur, aus der Gewalt des Gemeinen, des Gemeinwesens, das sich selbst auf die Beine stellen will, um als Gesellschaft zu überleben. Kultur enthält das Gedächtnis aus der Vergangenheit der Gesellschaft, die so zum Zuchtmeister für die Zukunft gerät.

Es selbst wird zum Maßstab der Reaktion auf gesellschaftliche Krisen, welche ihren Ursprung zur Gewalt von Sittlichkeit verkehrt haben. Diese wird als ethische Kraft des Ganzen gegen die in der Einzelheit begriffenen Zerstörung gewendet. Im Gemeinwesen von gleicher Gesinnung wird diese Gewalt nur durch die Bildung von Masse erzielt, gezüchtet, bestärkt und gesichert. Auch die theoretischen Organe bürgerlichen Verstandes und besonders ihre Vernunft beugen sich der Macht des Faktischen in objektiv begründeter Subjektivität. Das macht die Faszination einer neu gewonnenen Selbstverwirklichung aus, die "Kraft durch Freude", die auch im Sophismus intellektueller Interpretationen des Zeitgeistes aufgeht.

Im Faschismus sind Wille und Macht abstrakte Allgemeinheit, Substanzen einer abstrakt menschlichen Gesellschaft geworden. Faschismus ist die objektive Subjektivität des bürgerlichen Staates, wenn und wie sie aus den Krisen der Ökonomie und Kultur heraus bricht und sich ihnen entgegen stellt.

Funktional ist Faschismus eine Krisenreaktion, die sich aber substanziell nur durch die Kräfte der Kultur bestimmt. Er ist sozusagen die Staatsform von Kulturgewalt, Macht, die durch die Gewalten der Kultur ausgeübt wird, die sich aus dem nährt, was bürgerliche Kultur selbst an Machtmittel bereitstellt.



Faschismus entsteht mitten in einer bürgerlichen Demokratie, in welcher einerseits von den politischen Parteien keine Lösung der zur sozialen Frage eskalierten Krise zu erwarten sind und zugleich andererseits die daraufhin folgenden kulturellen Auflösungserscheinungen grassieren. Vom Standpunkt eines Gemeinwesens, das sich aus einem heilen Menschsein begründet sieht, werden disziplinarische Interessen der Bürger geweckt und verabsolutiert.

Die disziplinarischen Interessen stehen in der bürgerlichen Kultur immer schon latent bereit und werden unter dem Eindruck eines sozialen Massenproblems zu einem Phänomen der seelischen Aufheizung der Massen, die in faschistischen Idealen ihre so gewonnen Anschauungen als Weltanschauung wiederfinden. Diese drücken sich daher auch in der Wahlentscheidung der Bürger in den bürgerlichen demokratischen Wahlen aus.

Geschichtlich ist der Faschismus also eine Reaktion auf den Zusammenbruch der bürgerlichen Gesellschaft im Verlauf einer finalen kapitalistischen Krise, welche die Grundfunktionen und Substanzen der Ökonomie und der Kultur aufzehrt und die wirtschaftlichen, sozialen und politischen Kompensationsfähigkeiten des bürgerlichen Staates aufbraucht.

In solchen Epochen wird die ökonomische Existenz subjektiv als Negation des bestehenden Lebens empfunden, so sich die Menschen kein Bewusstsein über dessen politische und ökonomische Grundlagen bilden, gebildet haben oder bilden können.

Ein Beitrag von: Evelin Piètza

Gedanken-Quellen:

Analysen: W.Pfreundschuh
Politisches Wörterbuch (Dietz Verlag)

Sonntag, 10. Mai 2015

Die große Büchervernichtung 1946


Ein Beitrag von Alexander Laube:

Die größte Büchervernichtung aller Zeiten mit dem Ziel der Auslöschung der deutschen Kultur und der totalen Vernichtung der kollektiven Erinnerung der Deutschen fand nach 1945 durch alliierte Besatzungstruppen an deutschem Kulturgut statt.

Die Vernichtung geht zurück auf den Kontrollratsbefehl Nr. 4 vom 13. Mai 1946, um die geplante Umerziehung der Deutschen wirksam durchführen zu können. Wer nun glaubt, es habe sich ausschließlich um "faschistische und militaristische Literatur" gehandelt, der wird durch einen Blick in die Listen (Reprints im Uwe Berg Verlag, 21442 Toppenstedt) eines besseren belehrt. Werke Friedrich Nietzsches sind ebenso abzuliefern wie die von Gottfried Benn; man trifft auf die Autoren Ernst Jünger, Ernst Moritz Arndt, Helmut von Moltke. 

Bismarcks "Gedanken und Erinnerungen" mußten vernichtet werden, aber auch ein Buch des später so erfolgreichen Verfassers des "Räubers Hotzenplotz", Ottfrid Preussler, sowie alles über die Olympischen Spiele 1936. Bücher von Friedrich dem Großen wurden ebenso verboten wie solche von Ulrich von Hutten (1511-46). Verblüfft erfährt man, daß das im Dritten Reich kriminalisierte Buch "Die Herrschaft der Minderwertigen" des Hitler-Gegners Edgar Julius Jung, geächtet bleibt, obwohl der Autor 1934 von Nationalsozialisten aufgrund seines Werkes ermordet worden war.


Man fragt sich, was wohl in einem Buch über "Die Aufgaben der Gemeindepolitik" aus dem Jahre 1919 so Gefährliches für die Alliierten enthalten gewesen sein mag, doch wundert man sich über gar nichts mehr, wenn in der Liste der verbotenen Bücher sämtliche Ausgaben des "Deutschen Bauernkalenders" zu finden sind, das Buch eines Autors Belz "Unter den Tuaregs", eine "Pferdefibel", Carl Clausewitz' "Vom Kriege", aber auch "Der Diplom-Volkswirt" und "Der Diplom-Landwirt". 

Es mag einleuchten, daß ein Werk über "Die Gewinnbeteiligung der Gefolgschaft" verschwinden mußte, war doch die Gewinnbeteiligung der Arbeitnehmer eine typische NS-Forderung. Was aber war der Grund für das Verbot des Buches "Die Geschichte der Königsberger Klempnerinnung"? Auch das dichterische Werk des Arbeiterdichters Heinrich Lersch mußte dran glauben wie die Bücher von Artur Maraun, die auch während der NS-Herrschaft verboten waren. So erging es auch den Büchern von Moeller van den Bruck. Sie waren vor 1945 geächtet und blieben es auch nach der "Befreiung". Ebenso verpönt waren zehn Titel von Carl Schmitt, aber auch Ina Seidel war auf dem Index wie die 1941 erschienene "Tennisfibel".

Das Erstaunen nimmt kein Ende: Die Gedichte Walther von der Vogelweides erschienen den Besatzern so gefährlich, daß sie vernichtet werden mußten. Um das Maß voll zu machen, verbot man ein Buch über den Schutz der Hecken und Knicks, herausgegeben vom Reichsbund für Vogelschutz (der heute noch existiert unter dem Namen "Naturschutzbund Deutschland") sowie eine Anleitung aus dem Berg-Verlag "Wir bauen ein Iglu".

Ebenso wenig fehlen das Textbuch von Richard Wagners "Ring der Nibelungen", Friedrich Georg Jünger, Dietrich Klagges, Josef Weinheber, Ernst von Salomon, A. Paul Weber, Arnolt Bronnen, Herbert Reinecker, Hans Grimm. Nicht ohne stilles Vergnügen entdeckt man Autoren auf der Verbotsliste, von denen man später erfuhr, daß sie Widerstandskämpfer waren wie etwa Lothar-Günther Buchheim, dessen 1943 in Berlin erschienenes Buch "Jäger im Weltmeer" ebenso verboten wurde wie des späteren Stern-Herausgebers Henri Nannens "Störfeuer von M 17" (erschienen 1943); Luis Trenker, Bruno E. Werner, Ernst Wiechert, Rolf Italiaander - sie alle galten als "Nazi-Autoren", deren Bücher vernichtet werden sollten.

Groß ist die Anzahl der christlichen Schriften, die nun auf dem Index der Alliierten standen, so etwa alle Bücher über Christenverfolgungen in der Sowjetunion, der Herz-Jesu-Kalender, der Gustav-Adolf Kalender, die Kalender, die dem heiligen Antonius, St. Benno, St. Bernward, St. Heinrich, St. Joseph und St. Konrad gewidmet waren, der Apostel-Kalender aus dem Salvator-Verlag, die Schriften des Vereins für innere Mission, und sogar die 1936 erschienene Schrift "Deutschland ist und bleibt christlich".