Sonntag, 1. November 2015

Flüchtlings-Invasion: „Humanität“ als Argument zur Vernichtung Deutschlands von innen heraus!




"Nach den Schlägereien zwischen verschiedenen Religionsgruppen in den Aufnahmeeinrichtungen plädieren GRÜNE und andere Linke für strikte konfessionelle Trennung. Während man den Deutschen jeden Multikulturalismus zumutet, sollen für Einwanderer monokulturelle Zonen geschaffen werden."



Von Nicolaus Fest, 1. November 2015

Humanität als Totschlag


Wen schon häufiger das Gefühl beschlich, dass selbst die katholische Kirche in Deutschland nur noch von unverantwortlichen Schwätzern beherrscht wird, sollte das Interview mit Kardinal Marx im Merkur lesen. Darin vertritt Marx nicht nur die Ansicht, jeder Mensch habe „das Recht, überall ein- und auswandern“, sondern lobt auch die Kanzlerin für ihren Rechtsbruch: „Sie hat sich sogar über das Gesetz hinweggesetzt. Das gehört auch zur politischen Führung!“ Fast wie der Jubel über das Ermächtigungsgesetz. Deutsche Christen.


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Nach den Schlägereien zwischen verschiedenen Religionsgruppen in den Aufnahmeeinrichtungen plädieren GRÜNE und andere Linke für strikte konfessionelle Trennung. Während man den Deutschen jeden Multikulturalismus zumutet, sollen für Einwanderer monokulturelle Zonen geschaffen werden.

Diese Haltung wird bestätigt durch die Erfahrungen von Leuten aus Hamburg und dem Taunus, die sich an ihre jeweiligen Stadtverwaltungen mit dem Angebot wandten, in ihrem Haus eine Wohnung für eine Migrantenfamilie bereitzustellen. Allerdings, so die Bedingung, sollte es sich bitte um christliche Familien handeln. In beiden Fällen der barsche Bescheid, man könne sich die konfessionelle Zugehörigkeit nicht aussuchen.

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Das Grundgesetz mag unsere ‚Willkommenskultur’ sein, also das rechtliche Minimum definieren, das Gäste beachten müssen; unsere Leitkultur – wie jetzt immer öfter zu hören – ist es ganz gewiss nicht. Die deutsche Kultur ist etwas älter als das Grundgesetz, und sie ist etwas völlig anderes. Auch stellt der Verweis auf das Grundgesetz als Leitkultur alle Ostdeutschen seltsam kulturfrei. Hatten die vor 1990 keine Kultur, so wenig wie die Deutschen früherer Zeiten?

Leitkultur ist ein Amalgam aus Sprache, gemeinsamer Geschichte, gemeinsamen Erfahrungen, Werten, Sitten und Gebräuchen. Der Verfassungsrahmen ist nur der allerkleinste und keineswegs prägende Bruchteil jeder Kultur. Alle westlichen Länder bieten mehr oder minder denselben Grundrechtsschutz, dennoch sind ihre Kulturen völlig verschieden. Deshalb ist Integration eben weit mehr als bloße Gesetzestreue – und sie verlangt auch mehr, wenn man sie denn verlangt. Ebenso ist umgekehrt der Abstand zwischen Leitkultur und Grundgesetz sichtbar: Sehr viele Deutschtürken begreifen sich, selbst wenn sie die rechtlichen Normen dieses Landes beachten, nicht als Deutsche – was sie, Staatsbürgerschaft hin oder her, mangels kultureller Integration auch nicht sind. Eben nur Passport-Deutsche.

Im Kern ist der Verweis auf das Grundgesetz als Leitkultur nur der Versuch, der Frage nach der Nation auszuweichen – und damit den Fragen nach Identität, Abgrenzung und Multikulturalismus. Das war schon im Jahr 2000, als Friedrich Merz den Begriff in die deutsche Debatte einführte, der wahre Grund für die Heftigkeit der Kritik…