Montag, 12. Oktober 2015

Russische Kriegsschiffe vertreiben US-Flugzeugträger aus Persischem Golf

Der Flugzeugträger "USS Theodore Roosevelt". Bild: Flickr / CNE-CNA-C6F CC BY-ND 2.0


Habt Ihr Euch eigentlich schon mal gefragt, warum die Russen ausgerechnet vom Kaspischen Meer aus gerade 26 Raketen abgefeuert haben? Militärische Gründe gibt es jedenfalls dafür nicht. Die Luftwaffe vor Ort erreicht dieselben Ergebnisse. Also warum? Ich biete mal einige Ideen an:

1. Theodore Roosevelt war der wievielte Präsident der USA? Genau. Der 26. Die Amis haben das verstanden.

2. Mit dem Abschuss aus gerade dem Kaspischen Meer demonstrieren die Russen weitere drei Dinge:
  • Glonass macht sie unabhängig von GPS und die Raketen punktgenau.
  • Vom Kaspischen Meer aus können die relativ kleinen Boote über diverse Flüsse verlegt werden.
Ein Blick auf die Karte zeigt, dass über die Flüsse und mit der Reichweite (gezeigt wurden 1500 km bei 1000 km Mindestreserve) jeder Punkt Eurasiens erreicht werden kann. Im Zusammenwirken mit den seegestützten Rampen gilt das für die ganze Erde.

  • damit ändert sich das strategische Gleichgewicht unter Einhaltung sämtlicher Verträge geradezu dramatisch. es gibt keinen Punkt auf der Erde, auf dem sich die Amis vor russischen Raketen verstecken könnten.
3. Köpfe stehen in voller Auswahl zur Verfügung.

4. Ob sich die Amis die Verlegung der 6.Flotte ins Südchinesische Meer richtig überlegt haben?

Beim Vertrag über die Abschaffung der Mittelstreckenraketen (Reichweite 500 – 5000 km), wurden auf ausdrücklichen Wusch der USA die seegestützten Raketen ausgenommen. Am 8.10.2015 wurde in einer russischen Dokumentation die Reichweite der vom kaspischen Meer aus gestarteten Flügelraketen mit 1500 bis 2500 km angegeben. Damit sind diese Raketen also vertragskonform. Am 9.10.2015 wurde eine dieser Flügelraketen in der Barentssee von einem getaucht fahrendem U-Boot gestartet und traf erfolgreich das Ziel. 

Wenn ich also 1 und 1 zusammenzähle, dann kann Russland ohne strategische Mittel einzusetzen sowohl jeden Nato-Stützpunkt in Europa erreichen als auch alle Ziele an der Amerikanischen Ost- und Westküste ins Visier nehmen. Ich würde sagen:"Schach Matt!". Die amerikanische Militärdoktrin des "Global Prompt Strike" ist gescheitert, bevor sie überhaupt realisierbar wurde.

Eine Blamage für die USA und zwar auf der ganzen Linie. Stellen wir uns vor, China reagiert gleichfalls so eindrucksvoll wie die Russen ….

..... dann ist dem Weltaggressor USA das Großmaul gestopft, Fesseln angelegt und deren Selbstherrlichkeit bis in die Grundfesten erschüttert. – Wer den Wind säht, wird den Sturm ernten!