Sonntag, 10. Mai 2015

Ein Bericht zum 9.Mai in Berlin! - Fotoserie

Ein Bericht von Max Schulz

Moin Freunde, hier nun ein kurzer Überblick meiner Teilnahme an den "inoffiziellen Festivitäten" zum 9. Mai 2015.



Es fing schon "gut" an, denn meine Frau kam nicht, wie besprochen, gleich nach der Arbeit um 12 Uhr nach Hause, sondern sie war dann noch ein bisken "einkaufen". Mit der Folge, das ich erst um einiges später los konnte. Dann im Zug die Durchsage, das er nicht, wegen des Streiks und Gleisbauarbeiten, am Hauptbahnhof halten würde. Also umsteigen!

Nun gut, gegen 15:00 Uhr endlich angekommen (Bild 1), durfte ich dann gleich die komplette Sperrung der Ausgänge durch die Polizei Richtung Reichstag bewundern. Aber oh Wunder, Demoteilnehmer durften durch. Der gesamte Vorplatz des Bahnhofs war großzügig durch die bekannten Polizeiabsperrungen abgeteilt. Doch dessen hätte es so gar nicht bedurft, denn das erschreckend kleine Häuflein Demonstranten, lediglich ca. 300-500!, verloren sich in dem großen Areal, selbst der Himmel weinte (Bild 2).

Wie es meine Art ist, sondierte ich erstmal, wer sich dort alles tummelte. Das Spektrum war wie immer ziemlich gemischt. Von, wie nenne ich sie bloß?, Einzelpatrioten, mit ihren mehr oder weniger politischen Parolen auf T-Hemden und Plakaten (Bilder 3-14), über anscheinend organisierte Teilnehmer (Bilder 15-22), wenigen russischen Patrioten (Bilder 23-26) bis zu einer großen HOGESA Gruppe (Bilder 27-33) war vieles dabei.

Mit einiger Verspätung eröffnete dann Jürgen Elsässer den Reigen der Redner (Bild 34). Wie immer scheute er sich nicht, Vasallenarschkriecherei, Politkreaturen, Machtklüngel und US/NATO Kriegstreiberei auch glasklar zu benennen. Gute Eröffnung! Es folgten Manfred Rouhs (Pro Deutschland) (Bild 35) und andere Redner (Bild 35-37), deren Namen ich nicht weiß, weil ich auf Motivsuche und dann durch plötzlich aufkommendes Antifa Trillerpfeifen und Geblöke abgelenkt war (38-44). Wie auch immer sie durch die massiven Polizeiabsperrungen gekommen waren, die Bürgerkriegsabteilungen der bewaffneten Organe machten dem Spuk sehr schnell ein Ende. Auch die behaarten Organe mochten den roten Spuk nicht besonders. Und das war auch besser so, denn die HOGESA Jungs waren sofort zum umfassenden und eindringlichen "Dialog" bereit.

Mitten im dokumentieren des abdrängens der roten SA traute ich meinen Augen kaum, denn ich entdeckte auf einmal einen kleinen Mann, der mir doch sehr bekannt vorkam. Es war Henryk M. Broder himself (Bild 44). Mir denkend, was will der denn hier?! folgte ich ihm. An der Absperrung wurde er von einer Goldborte begrüßt. Das war aber wohl reiner Zufall, aber es ergab sich ein Dialog.

Goldborte: "Guten Tag Herr Broder, ich habe ihnen neulich geschrieben"
Broder : "Ach wissen sie, ich kann der ganze Post und den E-Mails, die ich bekomme, gar nicht mehr folgen."

Goldborte: "Haben sie keine Adresse, die sie aufmerksamer beobachten?"
Broder: "Warten sie, ich gebe ihnen eine Visitenkarte."
Broder weiter: "Ich suche mein Kamerateam, das muss hier irgendwo sein und wartet auf mich. Kann ich hier irgendwo durch?!"
Goldborte: "Wenn es ihnen nicht zu mühsam ist, können sie hier durchklettern.Herr Broder, hätten sie gegen ein gemeinsames Photo etwas einzuwenden?!"
Broder: "Ich mag diese Selfies nicht. Ach junger Mann, würden sie vielleicht...?!"

Er meinte mich! Wenn der wüsste ... (Bild 45-48)

Wir gingen dann noch ein paar Schritte. Ich fragte ihn, was er denn für ein "heißes" T-Shirt an hätte. Ihr seht es ja auf Bild 49. Für mich hatte es sich damit, mit Palästina, erledigt, denn Kamera-Team und dieses Hemd ließen mich ahnen, das demnächst etwas "nettes" aus der Glotze auf uns zu käme.

Ich wurde auch sogleich von einem anderen seltsamen Anblick gefesselt. Diese Herren erschienen mir sehr merkwürdig und deplatziert (Bild 50-51). Meine Frage, wenn sie darstellen/repräsentieren würden, beantwortet mir die freundliche Dame links. Das wäre die provisorische Reichsregierung und der dicke Herr in der Mitte von Bild 51 wäre der provisorische Reichskanzler. Sie wäre übrigens seine Schwester...

Ach so, nun denn, Herr Kanzler ...

Von der Bühne erschall eine sehr eindringliche Rede. Ein ukrainisch-russisch- deutscher Redner legte vehement und sehr gut los. Er bekam ne Menge Applaus und das vor allem lautstark von HOGESA Anhängern! Er ließ nichts aus und bediente jede Thematik, die wir alle fast herbeten können! Sehr gut gebrüllt, Löwe! (Bild 52-54)

Aber dann kam er...
"Guten Tag, mein Name ist ?!? el ?!?!? (Habe ich nicht verstanden). Ich bin in Deutschland in Berlin geboren und Palästinenser" (?!? In Deutschland geboren und wieder so ein Deutsch-Irgendwas. Was ist er denn nun, Deutscher, Berliner, Palästinenser?! Die ersten Buhrufe!) "Wir Palästinenser sind wir ihr besetzt und unterdrückt. Wir müssen zusammenstehen. Wir Moslems wollen nur Frieden und niemals islamisieren" (Er hat eindeutig das falsche Publikum. Die HOGESA rotiert! Er fängt an zu brüllen!) "Ihr versteht nichts, wir haben die gleichen Probleme" (viele Zwischenrufe, HOGESA postiert sich an der Absperrung, gellendes Pfeifkonzert, man nimmt ihm das Mikrophon weg). Er wird unter Polizeischutz weggeleitet. Völlig unnötig, denn die Veranstaltungsordner deeskalieren sehr gut und schützen ihn ausreichend! (Bild 55-57)

Anschließend ein sehr viel leiserer, gut redender... Moslem... (Bild 58 links neben dem Krakeeler) der hat in der jetzt aufgeheizten Stimmung keine Chance sachlich zu reden und zu berichten. Hools eben...

Er stellt sich allerdings anschließend an der Absperrung dem Diskurs mit einzelnen Teilnehmern. (Bilder 59-61).

Die ganze Veranstaltung löst sich langsam auf. HOGESA und weitere aus vielen Orten Deutschlands angereiste Patrioten (Sehr oft aus Sachsen und Thüringen!) müssen zu ihren Zügen und Bussen.

Ein Herr Frobel probiert es in gellend heller Stimmer mit Goethes Faust und weiterer patriotischer Lyrik aus Deutschlands großen Zeiten. Man hört ihm kaum zu, es ist ja auch keiner mehr da.

Von den angekündigten Nachtwölfen kam niemand, laut Veranstalter wurden sie irgendwo von der Polizei festgehalten und gehindert.

Mein Fazit! Erschreckend!? Bundesliga, Championsleague, DSDS und ähnliche Ablenkung ist wichtiger für viel zu viele Menschen. Dafür nehmen sie weite Anreise, Kosten und Zeit in Kauf, ihr eigenes Schicksal und das ihres Volkes und ihrer Heimat ist so unwichtig?!

Ihr gleichgültigen Flachzangen habt es verdient, das man euch permanent bescheißt, betrügt und belügt! Für euch kanns ruhig noch viel schlimmer kommen, und wie wir Eingeweihten wissen, kommt es noch viel schlimmer!

Mein Bericht ist rein subjektiv, ich schreib es, so wie ich es vorfand und was mir auffiel. Bin kein Berufschreibknecht, nur der kleine angepisste Bürger Max.