"Wir diskutieren gerade die Perspektiven einer Wiederaufnahme der Produktion des Amphibienhubschraubers Mi-14", schreibt The Diplomat in dem Artikel "Helicopters of Russia".
"Dieser Hubschrauber könnte den westlichen U-Booten buchstäblich ärger bereiten, wenn sie mit der Anti-Atom-Bombe ausgerüstet werden." - teilt die Zeitung mit.
Entwickelt in den 1960er Jahren konnte der Amphibienhubschrauber Mi-14 feindliche U-Boote mit kilometerweiter Sonarsicht aufspüren und zerstören. In den letzten Jahren des Kalten Krieges wurde dieser Helikopter nach der erfolgreichen Bekämpfung amerikanischer U-Boote in sowjetischen Hoheitsgewässern berühmt.
In den 1980er Jahren wurde die Produktion des Hubschraubers gestoppt und im Jahr 1996 hatte Russland alle Mi-14 - vermutlich unter dem Druck der Vereinigten Staaten - aus dem Dienst genommen.
Wenn die Produktion des Hubschraubers wieder aufgenommen wird, werden die neuen Mi-14 am Kazan Hubschrauber Werk hergestellt. Die aktualisierte Version wird dann mit neuen Motoren, moderner Elektronik und einem verbesserten Lenksystem ausgestattet. Der Hubschrauber ist dann in der Lage, länger in der Luft zu bleiben und bessere Eigenschaften auf dem Wasser hat, schreibt The Diplomat.
Mi-14PL (Nato-Codename: „Haze-A): U-Boot-Jagd-(ASW-)Version. Ausgerüstet mit einem gezogenen Magnetortungsgerät APM-60 MAD (Magnetanomaliedetektor), bis zu 36 Sonarbojen vom Typ RGB-MN1 und einer einziehbaren Sonaranlage vom Typ OKA2, weiterhin ein I2-MA-Suchradar. Die Bewaffnung besteht aus einem einzelnen AT-1- oder APR-2-Torpedo, einer „Skat“-Nuklear-Wasserbombe oder bis zu zwölf konventionellen Wasserbomben (12 × Kaliber 50 kg, verwendet wurden der Typ „PLAB 50/65“ oder 8 × vom Kaliber 250 kg Typ „PLAB 250/120“), weiterhin befanden sich im Heck optional zwei Abwurfcontainer für jeweils zwei Seemarkierungsbomben. Optional Seemarkierungsbomben „Tag“ vom Typ „OMAB 25-12D“ oder Seemarkierungsbomben „Nacht“ vom Typ „OMAB 25-8N“, die auch gemischt eingebaut werden konnten.
Weiterhin konnten diese Container, auch einzeln, gegen bis zu zwei beheizbare Abwurfcontainer für Seemarkierungsbojen vom Typ „Poplawok B“ ausgetauscht werden. Diese Funkbojen arbeiteten auf der Frequenz des Suchradars und sendeten, wenn sie vom Radarstrahl erfasst wurden, ein Signal an das Radar und erschienen als Funkmesskontaktpunkt auf dem Radarschirm.
Waffenzuladung bis zu 2.000 kg Waffen im internen Waffenschacht im Rumpfboden Torpedos
8 × PLAB-250-120-Wasserbombe (250 kg) 12 × PLAB-50-64-Wasserbombe (50 kg) 36 × OMAB 25-12D-Markierbomben (11 kg) 36 × PTB-NM „Zinara“ 36 × PLAB-MK-Wasserbomben (7,5 kg in einer Dispenserbox im Schacht aufgehängt) 1 × nukleare Freifall-Wasserbombe „Skat“ (1 kT)
In vergangener Nacht (05.-06.2015) wurde die Ortschaft Spartak massiv aus Richtung ukrainischer Truppen beschossen. Demolierte Gebäude und Einfriedungen, durchsiebte Container, zerstörte Befestigungen und Tiefe Krater in der Erde. Wie durch ein Wunder gibt es keine Verluste unter der Volkswehr.
Nach Angaben der Kämpfer wurde mit Mörsergranaten vom Kaliber 120 mm und 150 mm mit Phosphorfüllung, der sofort nach dem Aufschlag anfängt zu brennen. An einigen Stellen kämpft man immer noch gegen die Brandherde.
Um zu verstehen, was sich derzeit auf der ganzen Welt in Bezug auf die zusammenbrechende Wirtschaft abspielt, müssen wir die falschen Mainstream-Versionen der Realität beiseite schieben. Wenn es um die EU und ihre laufenden finanziellen Turbulenzen geht, ist es sehr wichtig Griechenland gänzlich zu ignorieren. Richtig gelesen: Vergessen Sie all die vermeintlichen Dramen um die griechischen Schulden. Wird Athen einen Weg finden, um die Gläubiger bezahlen zu können? Wird Griechenland Pleite gehen? Wird Athen ein Abkommen mit Russland und den BRICS eingehen? Wird es eine Last-Minute-Einigung geben, um das System zu retten? Es spielt keine Rolle. Es ist alles eine Seifenoper, ein aufwendiges Kabuki-Theaterstück, das von internationalen Finanziers und Globalisten aufgeführt wird.
Es ist sehr wichtig sich an die Grundlagen zu erinnern. Griechenland wird aufgrund seiner Schulden den Bankrott erklären. Punkt. Es gibt keine andere Möglichkeit. Vielleicht kann Griechenland heute einen Deal erreichen, vielleicht aber auch erst morgen; aber letztendlich wird die Fähigkeit des Landes seine Ressourcen einzusetzen, um seine exponentiellen Verbindlichkeiten zu erfüllen, ein Ende finden. Das ist unvermeidlich und kein Last-Minute-„Deal“ wird die zugrunde liegende Mathematik ändern können.
Warum sind so viele Ökonomen wegen eines kleinen Lands wie Griechenland so besorgt? Es ist alles auf eine große Lüge zurückzuführen: Einer unehrlichen Behauptung des Establishments, dass, wenn Griechenland fällt, Bankrott geht oder die EU verlässt, dass dies einen Dominoeffekt von anderen hoch verschuldeten Nationen nach sich ziehen würde. Die in dieser Behauptung eingebettete Lüge ist, dass Griechenland eine „Ansteckung“ durch eine Staatspleite in anderen Ländern verursachen würde. Um ganz deutlich zu werden – es gibt keine Ansteckung. Zahlreiche Länder in der EU haben ihre eigenen Schuldenprobleme in den letzten Jahren aufgebaut – trotz Griechenland und nicht wegen Griechenland. Jedes dieser Länder, Italien, Spanien, Portugal usw., hat seine eigene Staatsschuldenkatastrophe mit der es jetzt zurecht kommen muss – ausgelöst durch die eigene Verantwortungslosigkeit. Der einzige legitime Grund für eine so genannte Ansteckung ist die Tatsache, dass diese Länder in eine gegenseitige Abhängigkeit aufgrund der EU-Struktur gezwungen wurden.
Vergessen Sie bitte nie: Die EU steckt in Schwierigkeiten nicht wegen Griechenland, sondern wegen der zwangssupranationalen Verflechtungen. Weder dürfte die EU in einem normalen Rechtssystem existieren, noch sollte es ein zentrales supranationales Einheitswährungssystem tun.
Ich möchte auch darauf hinweisen, dass globalistische Institutionen wie der Internationale Währungsfonds hoch motiviert sind eine Katastrophe in der EU einzuleiten – trotz der Annahmen einiger Leute, dass die EU eine Art repräsentatives Modell der Globalisierung ist. Sie ist es nicht. Wenn dies der Fall wäre, dann würde der IWF Griechenland nicht mit Krediten zuschütten, während er weiterhin die Ukraine trotz einer ähnlichen Zahlungsunfähigkeit hilft.
Warum sollten die Globalisten eine teilweise Auflösung der EU wollen? Welchen Nutzen würden sie von einem solchen Ereignis haben? Das ist einfach: Sie schaffen eine Krise, Chaos und die Möglichkeit eine falsche Dialektik zu präsentieren.
Europa ist überhaupt nicht repräsentativ für das, was die Globalisten wirklich in Bezug auf die wirtschaftliche und politische Strukturen wollen, egal, was viele Menschen annehmen. Es ist eher eine Art von Faksimile; eine halbe Maßnahme. Wenn Europa vor dem Rand des finanziellen Abgrunds steht und sich die verwirrte Öffentlichkeit beginnt zu fragen, was zum Teufel da gerade passiert ist, werden die Eliten mit einer sofortigen Erklärung parat stehen. Sie werden behaupten, dass nicht das Problem der EU die gegenseitige Abhängigkeit war. Stattdessen werden sie behaupten, dass die EU sogar nicht zentralisiert genug war. Sie werden behaupten, dass wir für eine funktionierende supranationale Wirtschaft und Währung eine supranationale Regierungsform benötigen. Mit anderen Worten, das System ist gescheitert, weil es von einer globalen Regierung stabilisiert werden muss.
Die Fabiansozialisten werden argumentieren, dass es die barbarische und veraltete Institution der nationalen Souveränität war, die diese umfassende Krise ausgelöst hat. Sie werden komplett die negativen Auswirkungen eines interdependenten Wirtschaftssystems beschönigen, wie auch die Tatsache, dass ein Mangel an Redundanz Kulturen hilflos und impotent zurücklässt. Wir leben letztendlich alle in einem großen Dorf, also sollten wir die Idee annehmen, dass wir alle gemeinsam Erfolg haben oder scheitern werden. Freie Märkte und einzelne Innovationen haben offenbar nichts mit einer blühenden Wirtschaftsstruktur zu tun.
Der Fall der EU ist ein Mittel zum Zweck für die Globalisten. Es gibt fast keine Nation oder Institution, die sie nicht bereit sind zu opfern, wenn dieses Opfer benutzt werden kann, um ihr Ziel der weltweiten politischen und wirtschaftlichen Dominanz zu erreichen. Sie wollen nicht nur ein völlig zentralisiertes System; sie wollen, dass wir ALLE sie bitten, dass sie dieses System in Kraft setzen. Sie wollen, dass die Massen denken, dass das alles unsere Idee war. Dies ist die am weitesten verbreitete und effektivste Form der Sklaverei – bei der die Sklaven dazu gebracht werden ihre eigene Versklavung zu fordern. Wenn die Sklaven dann glauben, dass ihre Versklavung etwas ist worauf sie stolz sein können – wenn man so will ein Abzeichen der Ehre im Dienst des Kollektivs.
Der Fall der USA wird in dieser Hinsicht nicht anders sein. Wir werden nicht unbedingt eine supranationale Struktur wie die EU bekommen. Unsere Geschichte des Zusammenbruchs wird eine etwas andere sein, und die entworfene Lektion, die wir lernen sollen, wird eine sorgfältig in Handarbeit gemachte werden.
Die Amerikaner sind dazu gedacht, die Rolle der verwöhnten Imperialisten zu spielen. Die schließlich das bekommen, was sie verdienen, einen wirtschaftlichen Tiefschlag in den Unterleib. Wir sind das neue Rom, Brot und Spiele und all das. Und wenn die USA genauso wie Europa zusammenbricht, dann werden die Fabianer wieder da sein, um den Wunsch nach einer eigenen nationalen Souveränität durch ein weiteres globales politisches System zu ersetzen. Ich weiß wirklich nicht, wie viele Leute das da draußen erkennen, aber wir sind dazu auserkoren die bösen Jungs in diesem Welttheaterstück, das von den Eliten inszeniert wird, zu spielen. Amerikaner sind die Bösewichte und der Rest der Welt spielt die Rolle des unschuldigen Opfers und globalistische Zentren wie der IWF und die BIZ sind dazu gedacht, den Helden zu geben, die kommen um die Menschheit zu retten, wenn alles verloren scheint.
Der US-Schuldenstand übertrifft bei weitem den der gesamten kombinierten EU-Staaten. Eine Tatsache, die ich in Teil 3 meiner Serie One Last Look At The Real Economy Before It Implodes skizziert habe. Im Gegensatz zu Griechenland haben die USA die direkte Möglichkeit Fiat Money nach Belieben zu drucken, um die Strafe für unsere massive Verschuldung zu verlängern. Jedoch haben wir mit den jüngsten Marktreaktionen auf die Möglichkeit einer Zinsanhebung durch die Federal Reserve im September gesehen, dass ein solches Ereignis umfangreiche Mittelabflüsse aus den Aktienmärkten auslösen und das Ende der „neuen Normalität“ verkünden wird. Warum sollten die Bankster das tun? Warum nicht dauerhaft die Zinsen bei Nahe Null belassen? Es ist nicht so, dass es keinen öffentlichen Druck geben würde die Zinsen zu erhöhen; in der Tat ist es genau das Gegenteil. Warum ignoriert die Fed die Hunderte an Signalen, die zeigen, dass sich die USA in einer Rezession befinden, und Diskussionen über Zinserhöhungen vorantreibt – ungeachtet dessen, was logischerweise im besten Interesse der US-Notenbank wäre?
Die Fed weiß, dass das einzige, was die amerikanischen Märkte stützt das kostenlose Geld und das blinde Vertrauen in der Öffentlichkeit, dass die Banken und Regierung handeln werden, um den Schmerz oder das wirtschaftliche Leiden zu beenden, sind, sollte ein solches Krisenpotenzial entstehen. Wenn das billige Geld weg ist und der Glaube schwindet, dann stehen wir vor einer epischen Katastrophe. Die Globalisten innerhalb der Fed wissen das, und sie wollen das – zumindest wollen sie eine kontrollierte Version davon. Die Eliten brauchen genau deswegen den Sturz des gegenwärtigen US-Systems, da dies den Weg bereiten wird, den sie oftmals als den „großen wirtschaftlichen Reset“ bezeichnen. Dieser Reset ist die nächste Stufe im Plan einer vollständigen Zentralisierung der Weltwirtschaft.
Es geht hier nicht um Ansteckung. So etwas gibt es nicht. Es ist eine Entschuldigung, ein Sündenbock entworfen, um vom eigentlichen Problem abzulenken. Es geht um eine gemeinsame Anstrengung in den letzten Jahrzehnten von Internationalisten, um die westlichen Kulturen in eine Position der Schwäche zu manövrieren. Wenn die Menschen schwach und verängstigt sind, werden sie formbar. Gesellschaftliche Veränderungen, die Sie heute nie für möglich gehalten hätten, werden morgen in der Mitte einer Krise möglich sein. Ich glaube, wir sehen jetzt den Beginn der nächsten großen Krise – und die wirtschaftlichen Fundamentaldaten unterstützen meine Ansicht. Wenn das gesamte europäische System von den griechischen Schulden und das gesamte US-System von Zinsen Nahe Null und einem blinden Glauben an den Markt abhängen, dann wird etwas zerbrechen müssen. Es gibt kein Zurück mehr aus diesem Zustand. Es gibt nur den Weg nach vorn, und der Weg nach vorne ist nicht angenehm oder bequem und er kann nicht ignoriert werden.
Wir dürfen nicht vergessen, dass Krisen an sich schon eine Ablenkung sind. Welchen Schmerz wir auch immer morgen fühlen werden oder am nächsten Tag oder in den nächsten zehn Jahren, wir müssen uns immer daran erinnern, wer es war, der das alles hervorgerufen hat: Die internationalen Banken und ihre globalistischen politischen Pendants. Egal, was passiert, wir dürfen nicht bereit sein ein zentrales System zu akzeptieren. Unabhängig davon, wie sinnvoll oder rational es inmitten des Schrecken der finanziellen Unsicherheit klingt – wir dürfen dem System nie das geben, was es will. Weigern wir uns der Dialektik zu entsprechen. Das ist die einzige Chance, die uns gelassen wurde, um zurück zu wahrem Wohlstand zu gelangen. Sobald wir die Grenzen der weltweiten institutionalisierten Abhängigkeiten überschritten haben, werden wir nie wieder Wohlstand und Freiheit sehen.
Die Vereinigten Staaten von Amerika haben in 232 Jahren, seit ihrer Gründung im Juni 1788, insgesamt 219 mal selbst Krieg geführt, militärisch interveniert oder waren in kriegsähnliche Handlungen verwickelt, beispielsweise über eine Geheimdienstbeteiligung an Terroranschlägen, Putsch- und Umsturzversuchen auf dem Territorium eines anderen Staates. Dabei wurde die USA kein einziges Mal selbst angegriffen. Die nachfolgende Liste verdeutlicht eindrucksvoll, dass die aggressive Politik, wie aktuell gegen Russland im Ukraine-Konflikt, keine Ausnahme darstellt, sondern seit Jahrhunderten Tradition hat.
Die systematische Kriegsführung der USA und ihrer Vasallen hat sich mittlerweile zu einem essentiellen und bedeutenden Wirtschaftszweig entwickelt. Rüstungskonzerne sowie die Finanz -und Investmentindustrie verdienen mit Kriegen und bewaffneten Konflikten Milliarden. Wir haben daher allen Grund uns zu sorgen. Denn ein Krieg gegen Russland wäre nur ein weiterer Punkt auf einer nicht enden wollenden Liste mit mehr als 200 verübten Kriegshandlungen. Es dürfte jetzt auch jeder im Stande sein, sich selbst die Frage zu beantworten, wer Terrorstaat Nummer 1 auf dieser Welt ist.
Seit Ende des Zweiten Weltkrieges, von 1946 bis heute haben die Kriege der US-Regierung fast 7 Millionen Menschen das Leben gekostet
Wohlgemerkt, ohne die Toten beider Weltkriege.
Und unsere Regierung unterstützt dieses Kriegstreiben!
Warum darf die USA (NSA) uns ungehindert und ungestraft ausspionieren?
Wenn die USA unsere Befreier sind, warum sind wir noch heute ein, von den USA, besetztes Land?
Warum haben wir keinen Friedensvertrag und somit keine Souveränität?
Das Interesse der USA an Deutschland ist keine Freundschaft, es ist Eigennutz!
Die Kriegsliste der USA
1. 1775-1783 Revolutionskrieg gegen Großbritannien 2. 1775-1776 Kanada 3. 1798-1800 Seekrieg mit Frankreich (ohne Kriegserklärung) 4. 1801-1805 Tripolis, Erster Berberkrieg 5. 1806 Mexiko (Spanisches Gebiet) 6. 1806-1810 Golf von Mexiko 7. 1810 West-Florida (Spanisches Gebiet) 8. 1812 Besetzung der Insel Melia (Spanisches Gebiet) 9. 1812-1815 Großbritannien (Kriegserklärung erfolgt) 10. 1812-1815 Kanada 11. 1813 West-Florida (Spanisches Gebiet) 12. 1813-1814 Marquesas-Inseln 13. 1814 Spanisch-Florida 14. 1814-1825 Kariben 15. 1815 Algier, Zweiter Berberkrieg 16. 1815 Tripolis 17. 1816 Spanisch-Florida, Erster Seminolenkrieg 18. 1817 Insel Amelia (Spanisches Gebiet) 19. 1818 Oregon 20. 1820-1823 Afrika (Bekämpfung des Sklavenhandels) 21. 1822 Kuba 22. 1823 Kuba 23. 1824 Kuba 24. 1824 Puerto Rico (Spanisches Gebiet) 25. 1825 Kuba 26. 1827 Griechenland 27. 1831-1832 Falkland-Inseln 28. 1832 Sumatra 29. 1833 Argentinien 30. 1835-1936 Peru 31. 1836 Mexiko 32. 1838-1839 Sumatra 33. 1840 Fidschi-Inseln 34. 1841 Samoa 35. 1841 Drummond-Inseln, Kingsmillgruppe 36. 1842 Mexiko 37. 1843 Afrika 38. 1844 Mexiko 39. 1846-1848 Mexiko 40. 1849 Smyrna 41. 1851 Türkei 42. 1851 Johanna-Insel (östlich von Afrika) 43. 1852-1853 Argentinien 44. 1853 Nicaragua 45. 1853-1854 Riukio- und Bonin-Inseln (Japan) 46. 1854 China 47. 1854 Nicaragua 48. 1855 China 49. 1855 Fidschi-Inseln 50. 1855 Uruguay 51. 1856 Panama, Republik von Neu Granada 52. 1856 China 53. 1857 Nicaragua 54. 1858 Uruguay 55. 1858 Fidschi-Inseln 56. 1858-1859 Türkei 57. 1859 Paraguay 58. 1859 Mexiko 59. 1859 China 60. 1860 Angola, Portugisisch-Westafrika 61. 1860 Kolumbien, Golf von Panama 62. 1863 Japan 63. 1864 Japan 64. 1864 Japan 65. 1865 Panama 66. 1866 Mexiko 67. 1866 China 68. 1867 Insel Formosa 69. 1868 Japan 70. 1868 Uruguay 71. 1868 Kolumbien 72. 1870 Mexiko 73. 1870 Hawaiische Inseln 74. 1871 Korea 75. 1973 Kolumbien 76. 1873 Mexiko 77. 1874 Hawaiische Inseln 78. 1876 Mexiko 79. 1882 Ägypten 80. 1885 Panama (Colon) 81. 1888 Korea 82. 1889-1889 Samoa 83. 1888 Haiti 84. 1889 Hawaiische Inseln 85. 1890 Argentinien 86. 1891 Haiti 87. 1891 Beringmeer 88. 1891 Chile 89. 1893 Hawaii 90. 1894 Brasilien 91. 1894 Nicaragua 92. 1894-1896 Korea 93. 1894-1895 China 94. 1894-1895 China 95. 1895 Kolumbien 96. 1896 Nicaragua 97. 1898-1899 China 98. 1898 Nicaragua 99. 1898 Amerikanisch-Spanischer Krieg 100. 1899 Samoa 101. 1899-1901 Philippinen 102. 1900 China 103. 1901 Kolumbien 104. 1902 Kolumbien 105. 1902 Kolumbien 106. 1903 Honduras 107. 1903 Dominikanische Republik 108. 1903 Syrien 109. 1903-1914 Panama 110. 1904 Dominikanische Republik 111. 1904-1905 Korea 112. 1904 Tanger, Marokko 113. 1904 Panama 114. 1904-1905 Korea 115. 1906-1909 Kuba 116. 1907 Honduras 117. 1910 Nicaragua 118. 1911 Honduras 119. 1911 China 120. 1912 Honduras 121. 1912 Panama 122. 1912 Kuba 123. 1912 China 124. 1912 Türkei 125. 1912-1925 Nicaragua 126. 1912-1941 China 127. 1913 Mexiko 128. 1914 Haiti 129. 1914 Dominikanische Republik 130. 1914-1917 Mexiko 131. 1915-1934 Haiti 132. 1917-1918 Erster Weltkrieg 133. 1917-1922 Kuba 134. 1918-1919 Mexiko 135. 1918-1920 Panama 136. 1918-1920 Sowjetrußland 137. 1919 Honduras 138. 1920-1922 Rußland (Sibirien) 139. 1920 China 140. 1920 Guatemala 141. 1921 Panama-Costa Rica 142. 1922 Türkei 143. 1924 Honduras 144. 1924 China 145. 1925 China 146. 1925 Honduras 147. 1925 Panama 148. 1926-1933 Nicaragua 149. 1926 China 150. 1927 China 151. 1933 Kuba 152. 1940 Neufundland, Bermuda, St. Lucia, Bahamas, Jamaika, Antigua, Trinidad, Britisch Guayana 153. 1941 Grönland [Dänisches Gebiet] 154. 1941 Niederlande (Niederländisch-Guayana) 155. 1941 Island 156. 1941 Deutschland [Attacken auf deutsche Schiffe] 157. 1941 US-Eintritt in den Zweiten Weltkrieg 158. 1941-1945 Deutschland, Italien, Japan 159. 1942 Labrador 160. 1945-1960 China (CIA) 161. 1946-1947 Italien (CIA) 162. 1947-1955 Griechenland (CIA) 163. 1945-1955 Philippinen (CIA) 164. 1950-1953 Koreakrieg 165. 1949-1953 Albanien (CIA) 166. 1955 Deutschland (CIA) 167. 1953 Iran (CIA) 168. 1953-1954 Guatemale (CIA) 169. 1955 Costa Rica (CIA) 170. 1956-1957 Syrien (CIA) 171. 1957-1958 Der Mittlere Osten 172. 1957-1958 Indonesien (CIA) 173. 1955-1965 Westeuropa (CIA) 174. 1945-1965 Sowjetunion (CIA) 175. 1955-1975 Italien (CIA) 176. 1945-1975 30 Jahre Krieg in Vietnam (CIA) 177. 1955-1973 Kambodscha (CIA) 178. 1957-1973 Laos (CIA) 179. 1959-1963 Haiti 180. 1960 Guatemala 181. 1960-1963 Ekuador (CIA) 182. 1960-1964 Kongo (CIA) 183. 1961-1961 Brasilien (CIA) 184. 1960-1965 Peru (CIA) 185. 1960-1966 Dominikanische Republik (CIA) 186. 1950-1980 Kuba (CIA) 187. 1865 Indonesien (CIA) 188. 1966 Ghana (CIA) 189. 1964-1970 Uruguay (CIA) 190. 1964-1973 Chile (CIA) 191. 1964-1974 Griechenland (CIA) 192. 1964-1875 Bolivien (CIA) 193. 1962-1985 Guatemala (CIA) 194. 1970-1971 Costa Rica (CIA) 195. 1972-1975 Irak (CIA) 196. 1973-1975 Australien (CIA) 197. 1975 Indonesien [CIA] 198. 1975-1985 Angola (CIA) 199. 1975-1978 Zaire (CIA) 200. 1976-1980 Jamaika (Wirtschaftskrieg) 201. 1979-1981 Seychellen 202. 1979-1984 Grenada 203. 1983 Marokko (CIA) 204. 1982-1984 Surinam (CIA) 205. 1981-1989 Lybien 206. 1981-1990 Nicaragua [Anstiftung zum Bürgerkrieg] 207. 1969-1991 Panama (CIA) 208. 1990 Bulgarien [CIA] 209. 1990-1991 Irak, Zweiter Golfkrieg 210. 1979-1992 Afghanistan (CIA) 211. 1980-1994 El Salvador [CIA] 212. 1986-1994 Haiti (CIA) 213. 1992-1994 Somalia 214. 2001-???? Afghanistan. 215. 1991 IRAK 216. 2003 IRAK 217. 2011 Libyen 218. 2013 Syrien 219. 2014 Ukraine
Deshalb keine Unterstützung für die Kriegstreiber!
Die Ergebnisse der Verhandlungen über Gaslieferungen am Wirtschaftsforum in Sankt-Petersburg sind mehr als eindeutig – Deutschland beansprucht die Rolle des Haupttransitlandes für russisches Gas nach Europa. Damit werden die ukrainischen Vertreter von den russischen Pipelines zurückgedrängt. Der Deal zwischen Berlin und Moskau wird ganz sicher für Unmut in Washington, Kiew und vermutlich auch Ankara sorgen.
Der Deal sorgte bereits für eine Welle der Empörung seitens der US-Massenmedien. In einem Artikel mit dem Titel „Neuer gefährlicher Nord-Stream von Gasprom nach Deutschland“ drückt die Zeitung „The Trumpet“ ihre Unzufriedenheit aus:„Sobald die Pipeline fertiggestellt ist – wird gesamt Ost-Europa von der „Gaskarte“ verschwinden“.
Die Zeitung mutmaßt, dass ab jetzt Ukraine, Polen, Rumänien, Weißrussland und Slowakei vom Gasprozess ausgeschlossen sein werden.
Der Bau von „Turkish-Stream“ und „North-Stream 2“ stellt für die USA ein großes Problem hinsichtlich der Eindämmung Russlands am Gasmarkt dar. Es wird nicht mehr nur den einzigen Hebel geben, an dem man drehen kann, um die russischen Gaslieferungen nach Europa zu verhindern. Es wird auch kein „Maidan“ in Mazedonien oder sonstige einzelne Sabotage hilfreich sein.
Die Liste der Unternehmen, die sich für „North-Stream 2“ einsetzen ist bezeichnend. Der deutsche Energieriese „E-ON“ würde sicherlich keine Unterschrift unter das Memorandum setzen, wenn er keine positiven Signale von der Politik erhalten hätte. Was soll man da noch von der britisch-holländischen „Shell“ sagen.
Die Route der neuen baltischen Gasleitung wird parallel zur Route von „North-Stream“ verlaufen. Die Europäische Kommission hat somit kein Veto-Recht, den Bau betreffend. Nach Fertigstellung von „North-Stream 2“ kann Deutschland die Nische der Ukraine einnehmen und sich zum Haupttransitland für russisches Gas in die EU entwickeln.
Der griechische Finanzminister Yanis Varoufakis tritt zurück. Das teilte er überraschend am Montag nach dem Referendum mit, bei dem das griechische Volk die Sparauflagen der Gläubiger mit großer Mehrheit abgelehnt hat. Ein Nachfolger für Varoufakis soll noch heute nach einem Treffen der Führung in Athen ernannt werden.
Kurze Zeit nach der Bekanntgabe der Ergebnisse der Volksabstimmung sei er aus Kreisen der Eurogruppe darauf hingewiesen worden, dass es eine "gewisse Präferenz" gebe, dass er bei den Beratungen der Eurogruppe nicht mehr zugegen sei, schrieb Varoufakis am Montag in seinem Blog unter der Überschrift "Minister No More!". Er sprach von einem Schritt, den Ministerpräsident Alexis Tsipras als "potenziell hilfreich" betrachte, um eine Vereinbarung mit den internationalen Gläubigern zu erzielen. "Aus diesem Grund verlasse ich das Finanzministerium heute", erklärte Varoufakis.
Entscheidung kam nach Nein überraschend
Die Griechen hatten am Sonntag mit 61,3 Prozent überraschend deutlich dagegen gestimmt, im Gegenzug für weitere Finanzhilfen die Spar- und Reformauflagen der internationalen Geldgeber anzunehmen. Für den Fall einer Zustimmung zu den Gläubigerplänen hatte Varoufakis bereits im Vorfeld seinen Rücktritt angekündigt, nach dem Nein kommt die Entscheidung nun aber überraschend. Allerdings sorgte der linke Politiker seit Monaten mit seinem konfrontativen Stil und seiner scharfen Rhetorik in der Eurogruppe für Verärgerung.
Geldgebern "Terrorismus" vorgeworfen
"Ich werde die Abscheu der Gläubiger mit Stolz tragen", schrieb Varoufakis am Montag. Erst am Samstag hatte er in einem Interview den Geldgebern "Terrorismus" vorgeworfen und sie beschuldigt, auf ein Ja bei der Volksabstimmung zu drängen, um die Griechen "weiter demütigen" zu können. Nun soll in Athen noch am Montag ein Nachfolger für Varoufakis ernannt werden. Zu den aussichtsreichsten Kandidaten zählen Wirtschaftsminister Georgios Stathakis und der Koordinator der Gespräche mit den Gläubigern, Euclid Tsakalotos.
Euro-Sondergipfel berät am Dienstag
Nach dem Nein der Griechen zu den Sparvorgaben der Gläubiger sowie Varoufakis' Abgang kommen die Euro-Finanzminister am Dienstagnachmittag zu Beratungen in Brüssel zusammen. Am Abend folgt dann ein Euro-Sondergipfel mit den Staats- und Regierungschefs der Eurozone.
Das "Nein" der griechischen Bevölkerung zu weiteren Sparmaßnahmen hat bereits Folgen für griechische Internetnutzer. Sie können ab sofort den Bezahldienst PayPal nicht mehr nutzen und auch im iTunes App Store und Google Play Store keine Apps mehr kaufen. Amazon sperrt griechische Nutzer wegen der neuen Kapitalverkehrskontrollen in Hellas ebenfalls aus.
Nicht einmal Kleinstbeträge können griechische Smartphone-Nutzer derzeit in den einschlägigen App-Stores ihrer Betriebssystem-Anbieter ausgeben. Der Grund dafür ist einem Bericht des IT-Portals "Golem" zufolge, dass die griechische Regierung nach dem deutlichen Nein der Bevölkerung zu neuen Sparmaßnahmen mit Kapitalverkehrskontrollen alles in ihrer Macht stehende dagegen tut, dass Geld aus Griechenland abfließt.
Die Folge dieser Kontrollen: Selbst kleine Eurobeträge, die von griechischen Konten oder Kreditkarten an ausländische Anbieter wie eben Apple, Amazon oder Google bezahlt werden sollen, können derzeit nicht überwiesen werden. Dass Griechen im Inland noch online bezahlen können, bringt ihnen angesichts dessen, dass die meisten großen Internetservices im Ausland beheimatet sind, wenig.
PayPal & Co. wohl nur Spitze des Eisbergs
Dass Griechen nicht mehr bei den großen Diensten PayPal, Google Play und iTunes einkaufen können, dürfte dabei nur die Spitze des Eisbergs sein. Es erscheint naheliegend, dass griechische Nutzer beispielsweise auch beim Online-Spieleshop Steam nicht mehr einkaufen können, schließlich handelt es sich auch dabei um ein ausländisches Unternehmen, bei dem bei einem Online-Einkauf Geld ins Ausland abfließen würde.
Griechische Abonnenten von Bezahl-Services wie Spotify oder Netflix könnten ebenfalls eine böse Überraschung erleben. Erfolgt die Bezahlung dieser Dienste über ein griechisches Konto oder eine griechische Kreditkarte beziehungsweise einen mit einem dieser Zahlungsmittel verbundenen PayPal-Account, könnte es durchaus zu Problemen bei der monatlichen Zahlung kommen, woraufhin der Anbieter das Abonnement wohl stilllegen wird.
Die Griechen haben heute die Sparpolitik der Gläubiger mit voraussichtlich rund 61 Prozent abgelehnt. Alexis Tsipras zufolge habe die Wiederöffnung der Banken nun Priorität. Antonis Samaras tritt indes zurück.
Nein-Wähler vor dem griechischen Parlament in Athen - FOTO: DPA
Eine Mehrheit der Griechen hat in einem Referendum gegen die Sparpolitik der internationalen Geldgeber gestimmt. Die Athener Regierung kündigte an "schnellstmöglich" neue Verhandlungen mit den internationalen Institutionen führen zu wollen. Wir verfolgen die Ereignisse im Liveticker.
23:00 Uhr: Der griechische Regierungschef Alexis Tsipras will nach der Absage seines Volkes an die Sparvorgaben der internationalen Gläubiger neue Verhandlungen. Erste Priorität habe nun die Wiederöffnung der Banken, erklärte er am Sonntagabend in einer Fernsehansprache. Athen sei zu Reformen bereit.
Dringend notwendig seien Investitionen sowie die Umstrukturierung der Schulden.
Tsipras will am Montag die Chefs aller Parteien seines Landes informieren. Er sagte, das griechische Referendum habe keine Sieger und Verlierer. Das griechische Volk habe unter schwierigsten Bedingungen bewiesen, dass die Demokratie sich nicht erpressen lasse. „Die nationale Einheit muss bewahrt werden“, sagte Tsipras. Er sei sich dessen bewusst, dass das Ergebnis des Referendums kein „Bruchmandat“ mit den Gläubigern sondern ein Mandat für eine Einigung mit sozialer Gerechtigkeit sei.
22:56 Uhr: Der griechische Ministerpräsident Alexis Tsipras dankt dem griechischen Volk für seine historische und mutige Wahl. Sie werde den europäischen Dialog verändern.
22:35 Uhr: Der Chef der konservativen EVP-Fraktion im Europaparlament, Manfred Weber, hält nach dem Referendum in Griechenland einen Austritt des Landes aus der Euro-Zone für denkbar. „Wer die heutige politische Lage in Griechenland betrachtet, kann einen ’Grexit’ nicht ausschließen“, sagte Weber dem Tagesspiegel.
„Aber nach wie vor wollen alle, die politische Verantwortung tragen, diesen Schritt vermeiden“, fügte der CSU-Politiker hinzu. Mit Blick auf eine mögliche Wiederaufnahme der Verhandlungen mit Athen sagte Weber, ihm fehle zum gegenwärtigen Zeitpunkt „etwas die Fantasie“, wie die Geldgeber „über die Zusagen hinausgehen können, die vor einer guten Woche auf dem Tisch lagen“.
22:18 Uhr: Nach dem Referendum in Griechenland ist der Chef der oppositionellen konservativen Partei Nea Dimokratia (ND), Antonis Samaras, ist am Sonntagabend zurückgetreten. Er zog damit die Konsequenz aus der schweren Niederlage des „Ja“-Lagers in der Volksabstimmung über das griechische Sparprogramm.
Samaras forderte die Partner in der EU auf, der Regierung unter dem linken Regierungschef Alexis Tsipras zu helfen, „eine tragfähige Lösung“ für den griechischen Schuldenberg zu finden.
Samaras hatte das Land von Juni 2012 bis Januar 2015 geführt. Vorläufiger neuer Parteichef werde der frühere Parlamentspräsident Evangelos Meimarakis, sagte Samaras im Fernsehen.
22:06 Uhr: Nach dem Nein der Griechen haben sich Kanzlerin Angela Merkel und der französische Präsident François Hollande für einen EU-Sondergipfel am Dienstag ausgesprochen. Das teilte ein Regierungssprecher in Berlin am Sonntagabend nach einem Telefonat der beiden Politiker mit. Bei dem Telefonat seien Merkel und Hollande sich einig gewesen, "dass das Votum der griechischen Bürger zu respektieren ist".
21:50 Uhr: Griechenlands Finanzminister Gianis Varoufakis will nach dem Sieg der Reformgegner beim Referendum mit den internationalen Geldgebern neu verhandeln.„Ab morgen fangen wir an, unsere Wunden zu heilen“, kündigte Varoufakis am Sonntagabend im griechischen Fernsehen an. Europa dürfe nicht mehr ein riesiger eiserner Käfig der Sparpolitik sein. Seine Regierung habe sich fünf Monate lang für gelockerte Sparvorgaben eingesetzt. Doch die Gläubiger hätten am 25. Juni ein Ultimatum gestellt, ihr Sparprogramm zu akzeptieren. „Sie haben unsere Banken geschlossen. Sie wollten uns erniedrigen“, sagte Varoufakis. Nun habe das griechische Volk das Ultimatum zurückgewiesen.
Bild vergrößernNein-Wähler auf dem Syntagma Platz in Athen - FOTO: DPA
21.30 Uhr: Jetzt sind die meisten Straßen zum Klafthmonos-Platz abgesperrt. Auf den Balkonen der drei angrenzenden Luxushotels stehen Menschen und fotografieren die feiernden Menge auf dem Platz. Doch offenbar traut man dem Frieden nicht. Die Hotels ihre großen Fenster im Erdgeschoss verdunkelt, überall sind die Jalousien heruntergelassen. Die Eingangstüren der Häuser sind geschlossen. Später löst sich eine Demonstration aus der Menge auf dem Platz. Ein Zug mit rund 100 Syriza-Anhängern zieht zum Parlamentsgebäude. Die Demonstranten tragen rote, weiße und griechische Flaggen. Alle scheinen davon auszugehen, dass das Rennen gelaufen ist. Oxi.
Auch auf dem Syntagma-Platz feiern die Nein-Befürworter - und haben noch eine spezielle Botschaft für Europas Politiker.
21:22 Uhr. Noch mehr Einzelhändler auf dem Klafthmonos-Platz, die auf den schnellen Euro hoffen. Die einen bieten Maiskolben, andere Hackfleisch- oder Würstchenspieße. Tzimas Konstatinos, 31, hat sich in eine griechische Flagge gehüllt. Ab morgen wird er wieder Gabelstapler reparieren, doch jetzt wird erstmal gefeiert. "Natürlich habe ich auch Angst davor, was jetzt passiert", sagt er. Die Regierung solle jetzt Europa nochmal eine Chance geben. Doch wenn die EU nicht helfen wolle, könne man auch noch sein Glück bei Brasilien, Russland und China versuchen. "Die helfen bestimmt." Grundsätzlich habe er kein Problem damit, zur Drachme zurückzukehren. Das morgen die Banken wieder öffnen, könne er sich nicht vorstellen. Er setzt auf die Zukunft. Fünf Jahre hätten die Griechen zu allem Ja gesagt, doch das Geld sei nie bei den Menschen angekommen. "Früher haben wir mit 22 geheiratet, jetzt mit 30 - das ist nicht gut."
Seine Freundin Dora schwenkt ihre griechische Fahne. Sie ist einen Kopf kleiner, hat lange dunkle Haare. Dora ist gerade erst wieder nach Griechenland zurückgekehrt. Acht Jahre lang hat sie in Frankreich in der Tourismusbranche gearbeitet. Keine gute Zeit. "Hier sind die Menschen viel freundlicher", sagt Dora. Sie ist jetzt auf Jobsuche.
21:10 Uhr: SPD-Chef Sigmar Gabriel hat mit scharfer Kritik an der griechischen Regierung auf den Ausgang des Referendums über die Sparauflagen der internationalen Geldgeber reagiert. Dem Berliner "Tagesspiegel" (Montagausgabe) sagte Gabriel: "Tsipras und seine Regierung führen das griechische Volk auf einen Weg von bitterem Verzicht und Hoffnungslosigkeit." Tsipras habe seinem Volk vorgegaukelt, mit einem 'Nein' werde die Verhandlungsposition Griechenlands gestärkt. Tatsächlich habe der griechische Regierungschef aber "letzte Brücken eingerissen, über die Europa und Griechenland sich auf einen Kompromiss zubewegen konnten". Wörtlich fügte Gabriel hinzu: "Mit der Absage an die Spielregeln der Eurozone, wie sie im mehrheitlichen Nein zum Ausdruck kommt, sind Verhandlungen über milliardenschwere Programme kaum vorstellbar." Der Ball liege jetzt in Athen.
Bild vergrößernBundeswirtschaftsminister Sigmar Gabriel (SPD) greift den griechischen Ministerpräsidenten Alexis Tsipras nach dem Nein im Referendum scharf an. - FOTO: DPA
21:00 Uhr: Immer mehr kommen, um mit Tröten und Trommeln das Oxi zu feiern. Yanis, 54, hat seinen Nussstand auf der Freitreppe vorm Parlamentsgebäude aufgebaut. Eigentlich ist der Nussverkäufer etwas betrübt, er hat für Nai gestimmt. Aber was soll's. "Heute Abend ist der Euro hier", sagt Yanis und schiebt sich die Brille in sein ergrautes Haar. "Also bin ich auch hier." Yanis ist nicht der einzige Einzelhändler, der sich heute ein gutes Geschäft auf dem Klafthmonos-Platz verspricht.
Am besten scheinen an diesem Abend die griechischen Flaggen zu gehen. Wirtschaftsstudentin Tsikalov lässt die Fahnen mit ihrem Freund und ihrer Mutter im Abendwind flattern. "Tsipras wird es schaffen, dass wir jetzt unser Land aufbauen", sagt die 23-jährige Studentin. Die letzten Jahre hätte das Land verschlafen, aber nun, sagt Tsikalov, sei Griechenland endlich aufgewacht. In der Mitte des Platzes ist eine Fontäne, sie ist im Abendhimmel rot angestrahlt.
Bild vergrößernAuf dem Klafthmonos Platz im Zentrum Athens verfolgen OXI-Anhänger die Wahlberichterstattung und diskutieren die Ergebnisse. - FOTO: NULL
20:50 Uhr: Auf dem Klafthmonos-Platz feiern, jubeln und trommeln die Menschen. Ein zahnloser alter Mann hebt lachend die Hände. 60:40. 60:40. 60:40 - zeigt er mit seinem Fingern immer wieder. "Wir haben die Demokratie gewählt!" Angst um die Zukunft habe er nicht, schon diese Woche starten ja wieder die Verhandlungen. "Kein Problem also." Aus dem Lautsprecher eines Standes schallt griechische Volksmusik, die Menschen haken sich unter, tanzen Sirtaki. Das Ergebnis nach 51,88 Prozent ausgezählter Stimmen: 61,24 Prozent Nein, 38,76 Ja.
20:21 Uhr: Die CSU verurteilt die vorläufigen Ergebnisse, Die Linke jubelt: DieLinke hat das Referendum in Griechenland als Sieg für die Demokratie in Europa gewertet. „Die Griechinnen und Griechen haben sich zum zweiten Mal gegen die katastrophale Politik der sozialen Kürzungen und der wirtschaftlichen Verwüstung gewehrt“, erklärte Parteichef Bernd Riexinger am Sonntagabend nach den ersten Ergebnissen, die auf ein klares Nein der Griechen zu den Reformforderungen der Geldgeber hindeuteten.
„Sie haben Nein zu weiterer Austerität gesagt, Nein zu einer falschen Medizin, die immer nur kränker macht“, sagte Riexinger. Das Votum legitimiere die Verhandlungsführung der linken Regierungspartei Syriza von Ministerpräsident Alexis Tsipras, die als Schwesterpartei der Linken in Deutschland gilt. „Die Verhandlungsführer müssen jetzt umgehend an den Tisch zurückkehren und den demokratischen Willen der griechischen Bevölkerung respektieren“, forderte Riexinger.
Bild vergrößernGriechen feiern in Athen die Ergebnisse der ersten Auszählungen. Das Nein-Lager liegt vorn. - FOTO: AFP
Die CSU hat mit scharfen Worten auf das Referendum in Griechenland reagiert. „Wir müssen jetzt besonnen reagieren, aber klar ist: die linken Erpresser und Volksbelüger wie (Ministerpräsident Alexis) Tsipras können mit ihrer schmutzigen Tour nicht durchkommen“, erklärte Generalsekretär Andreas Scheuer am Sonntagabend.
Tsipras und seine Linksregierung habe dem Volk vorgegaukelt, es gäbe Euros ohne Reformen. Das Referendum kommentierte er mit den Worten: „Kali nichta, Hellas - Gute Nacht, Griechenland!“ Die ersten Auszählungen deuten auf ein klares Nein zu den Reformforderungen der Geldgeber in der Schuldenkrise hin.
20:08 Uhr: Die Griechen haben offenbar Nein gesagt, das zeigen die ersten Ergebnisse. Alexis Tsipras wird das als Mandat interpretieren, noch härter mit den Geldgebern zu verhandeln. Doch in Wirklichkeit ist der griechische Ministerpräsident geschwächt. Ein Kommentar von Gerd Höhler.
20:00 Uhr: Es sei schon viel Arbeit in die Vorbereitung eines Abkommens gesteckt worden, sagte der griechische Regierungssprecher Gavriil Sakellaridis. Die griechische Notenbank werde noch am Abend einen Antrag bei der Europäischen Zentralbank (EZB) stellen, damit diese das Volumen der Notkredite für die angeschlagenen griechischen Banken anhebe.
Dafür gebe es "solide Argumente". Die EZB hatte die sogenannten ELA-Kredite vor einer Woche gedeckelt. Ohne Anhebung des Limits drohen die schon seit einer Woche geschlossenen Banken des Landes rasch auszutrocknen.
Die Finanz-Staatssekretäre der Euroländer wollen am Montag in Brüssel zu einer weiteren Krisensitzung zusammenkommen, wie aus EU-Quellen verlautete. Dabei sollen die Konsequenzen des Referendums beraten werden.
19:52 Uhr: Die ersten deutschen Politiker äußern sich zum Trend im Griechenland-Referendum: Grünen-Chef Cem Özdemiräußerte sich besorgt über die Tendenz zum Nein beim Referendum in Griechenland. Die Probleme des hoch verschuldeten Landes würden so oder so auch künftig die Probleme Europas bleiben, sagte er am Sonntag im „Bericht aus Berlin“ der ARD. „Man kann Griechenland nicht wegsprengen von Europa.“
Der stellvertretende SPD-Fraktionschef Carsten Schneider bezeichnete ein Nein als „ein sehr, sehr schwieriges Ergebnis“. Er stellte in Frage, ob man dann mit der griechischen Regierung überhaupt noch verhandeln könne. Er verwies auf „Aufstachelungen“ des Ministerpräsidenten Tsipras und seines Finanzministers Gianis Varoufakis. „Ich weiß nicht, wie man noch gemeinsamen Boden dann finden kann.“
Bild vergrößernEin Nein-Wähler feiert nach den ersten Auszählungen in Athen. - FOTO: DPA
Der stellvertretende CDU/CSU-Fraktionschef Ralph Brinkhaus sieht nach dem Referendum in Griechenland schlechte Chancen für weitere Hilfspakete für Griechenland. „Für uns galt immer die Devise und gilt immer noch: Hilfen gegen Reformen“, sagte er am Sonntag im ZDF. „Wenn diese Reformen nicht geliefert werden von der griechischen Regierung und wenn die griechische Regierung jetzt die Rückendeckung ihres Volkes dazu hat, dann wird es tatsächlich schwierig, weitere Hilfspakete auf den Weg zu bringen.“
19:39 Uhr: Rund 20 Prozent der Stimmen sind bereits ausgezählt, der Trend des Abends setzt sich fort: 60,49 Prozent haben mit Nein gestimmt, 39,51 mit Ja. Die Ergebnisse können auf dieser Internetseite des griechischen Innenministeriums verfolgt werden.
19:27 Uhr: Nach dem Referendum über die Gläubiger-Vorschläge will die griechische Regierung schnellstmöglich eine neue Initiative zur Suche nach einer Lösung mit den Geldgeber-Institutionen starten.Noch am Abend würden "die Initiativen intensiviert, um eine Einigung zu erreichen", erklärte die links-geführte Regierung am Sonntagabend in Athen. In ersten Ergebnissen lag das Nein-Lager deutlich in Führung.
19:19 Uhr: Die Griechen haben beim Referendum über die Sparpolitik nach ersten Auszählungen die Forderungen der Geldgeber mehrheitlich abgelehnt. Wie das Athener Innenministerium am Sonntag mitteilte, stimmten nach Auszählung von knapp neun Prozent der abgegebenen Wahlzettel 59,9 Prozent mit „Nein“ und 40,1 Prozent mit „Ja“.
19:05 Uhr:Die griechische Regierung hat unmittelbar nach dem Referendum über die umstrittenen Sparvorgaben neue Verhandlungen mit den Geldgebern angekündigt. Noch am Sonntagabend wolle man substanzielle Gespräche mit den internationalen Partnern beginnen, erklärte der griechische Regierungssprecher Gabriel Sakellaridis im Fernsehen vor der Bekanntgabe des offiziellen Ergebnisses.
Bild vergrößernWahlhelfer beim Referendum in Griechenland leeren die Wahlurne. - FOTO: AFP
„Das Mandat (des Volkes) ist klar. Ein neuer Versuch beginnt (seitens Athens) für eine für beide Seiten günstige Einigung, als gleiche Partner und nicht als eine Schuldenkolonie“, sagte Sakellaridis. Regierungschef Alexis Tsipras werde sich „sehr schnell bewegen um den Auftrag des Volkes in die Tat umzusetzen. Ab heute starten wir Verhandlungen“, hieß es. Alle im griechischen Fernsehen am Sonntagabend veröffentlichen Trends zeigten einen Sieg des „Nein“-Lagers beim Referendum über das Sparprogramm der Gläubiger.
19:00 Uhr: Der griechische Finanzminister Yanis Varoufakis hat sich zu den ersten Prognosen der Wahl nicht geäußert, dafür stellt er aber etwas anderes klar: Er habe nicht gesagt, Griechenland und die Gläubiger werden sich innerhalb der nächsten 24 Stunden einigen, sondern sie "könnten" sich innerhalb dieses Zeitraums einigen. Die Medien hätten seine Aussage mal wieder falsch interpretiert, beschwert er sich auf Twitter.
18:40 Uhr: In den bisher unveröffentlichten letzten Wahlumfragen vor dem Referendum in Griechenland hat sich ein knapper Vorsprung der Gegner des bisherigen Spar- und Reformkurses abgezeichnet. Alle drei Befragungen, die erst nach Schließung der Wahllokale am Sonntag veröffentlich wurden, sahen das "Nein"-Lager vorn. Die Befragungen waren vor dem Referendum geführt worden, durften am Tag vor der Volksbefragung aber nicht veröffentlicht werden.
Das Institut "Marc" hatte für die Reformgegner 49,5 bis 54,5 Prozent errechnet, für die Befürworter 45,5 bis 50,5 Prozent. Auch die Institute "GPO" und "Metron Analysis" sagten einen kleinen Vorsprung der Gegner voraus. Mit ersten Ergebnissen des Referendums wurde im Laufe des Abends gerechnet.
Regierungssprecher Gabriel Sakellaridis sagte nach der Veröffentlichung der Wahlumfragen, die Regierung werde nach dem Referendum alles unternehmen, um zügig einen Reformkompromiss mit der Euro-Zone und dem Internationalen Währungsfonds (IWF) zu erreichen. Sie strebe eine Einigung binnen 48 Stunden an.
18:25 Uhr:Bundeskanzlerin Angela Merkel wird am Montagnachmittag nach Paris reisen, um mit Frankreichs Präsident Francois Hollande über die Situation nach dem griechischen Referendum zu sprechen. Das teilte ein Regierungsprecher am Sonntagabend mit. Bei dem Referendum haben die Griechen ersten Prognosen zufolge offenbar die Gläubigervorschläge für ihr Land abgelehnt.
18:21 Uhr: Bei dem Referendum in Griechenland deutet sich nach Umfragen mehrerer Fernsehsender eine knappe Mehrheit für die Reformgegner an. Der Privatsender Alpha berichtete, 49,5 bis 50,5 Prozent der Griechen hätten mit „Nein“ gestimmt, 45,5 bis 50,5 Prozent mit „Ja“. Der Sender Star berichtete zwischen 49 bis 54,5 Prozent der Griechen hätten mit „Nein“ und zwischen 45,5 bis 49,5 Prozent mit „Ja“ gestimmt.
Diese seien aber „keine Prognosen“ sondern nur Schätzungen von Demoskopen, die noch von den Ergebnissen der ausgezählten Stimmen bestätigt werden müssen. Offizielle Ergebnisse wollte das Innenministerium frühestens zwei Stunden nach Schließung der Wahllokale gegen 20.00 Uhr MESZ bekanntgeben.
18:05 Uhr: Die Wahllokale in Griechenland sind geschlossen, die Wahl ist entschieden. Die ersten offiziellen Ergebnisse werden für 20 Uhr erwartet.
Bild vergrößernEin Grieche bei der Abstimmung zu den europäischen Sparmaßnahmen auf der griechischen Insel Kreta - FOTO: REUTERS
17:08 Uhr: Die internationalen Großbanken HSBC sowie JPMorgan haben nach Angaben der "Financial Times" Währungshändler zu Sonderschichten nach dem Referendum eingeteilt. Bank of America Merrill Lynch gab dazu keine Stellungnahme ab. Das Blatt zitierte einen Sprecher der Bank BNY Mellon, nach dem das einzige Szenario mit klarem Ausgang ein "Nein"-Votum, das die Eurogruppe als Entscheidung für einen Grexit interpretiere. Jeder andere Ausgang werde auf beiden Seiten wieder zu denjenigen Verhandlungsmustern führen, die bekannt seien.
Die Frage ist, ob selbst ein "Ja" bei dem Referendum einen Absturz des grichischen Bankensystems und damit der Wirtschaft verhindern kann. Für die Rettung der Banken eines Landes ist in der Eurozone grundsätzlich die jeweilige Regierung verantwortlich. Braucht sie Hilfe der EU bei der Bankenrettung, muss sie ein Hilfsprogramm im Austausch mit Austeritätsauflagen aushandeln. Die Banken in Griechenland können erst wieder öffnen, wenn sie rekapitalisiert sind.
Da Athen dazu die Mittel fehlen, muss eine Einigung mit den Gläubigern her, damit das nötige Geld aufgebracht werden kann. Selbst bei einem "Ja" beim Referendum kann eine solche Einigung längere Zeit dauern, selbst wenn die Athener Regierung sich kooperativ zeigt. Die Einigung muss zudem von mehreren Parlamenten akzeptiert worden sein. Die Frage ist, ob diese Zeit ausreicht, einen Zusammenbruch des griechischen Bankensystems zu verhindern. Die einzige Möglichkeit ist die, dass die EZB ihre zuletzt eingefrorenen Notfallkredite für die griechischen Banken wieder ausweitet.
16.45 Uhr: Die griechische Regierung will einem Zeitungsbericht zufolge Steuerhinterziehern eine Amnestie anbieten. Die "Neue Zürcher Zeitung" berichtete am Sonntag, Steuerflüchtlinge in die Schweiz sollten straffrei bleiben, wenn sie ihr Vermögen offenlegten und darauf 21 Prozent Steuern bezahlten. "Wir begrüßen es, dass Griechenland einen Lösungsvorschlag vorgebracht hat", zitierte die Zeitung einen Vertreter des Schweizer Staatssekretariats für internationale Finanzfragen. Wie viel Geld reiche Griechen in der Schweiz gebunkert haben, ist unklar. Schätzungen reichen von zwei bis 200 Milliarden Euro. Ein Sprecher des Schweizer Finanzministeriums sagte, es gebe Gespräche, aber bisher noch keine Entscheidungen. Die Alpenrepublik hatte sich offen für eine Steuervereinbarung mit Griechenland gezeigt. Die Verhandlungen ziehen sich allerdings wegen fehlender Vorschläge aus Athen seit vier Jahren hin. Im Frühjahr hatte die neue griechische Regierung einen Vorstoß angekündigt. 2018 soll der automatische Informationsaustausch der Schweiz mit der EU in Kraft treten. Spätestens dann wird klar, wie viel griechisches Schwarzgeld in der Schweiz liegt.
16:20 Uhr:Spaniens Ministerpräsident Mariano Rajoy hat die Hoffnung geäußert, dass Griechenland auch nach dem Referendum über die Sparpolitik weiter im Euroraum bleibt. "Griechenland ist Teil der Europäischen Union und auch der Eurozone und ich hoffe, es bleibt dort", sagte Rajoy in einer Rede vor dem Politikinstitut Faes am Sonntag, während die Griechen über die Vorschläge der internationalen Geldgeber abstimmten. Zugleich verwies er auf die Solidarität der Euroländer und pochte auf die Einhaltung der Regeln des gemeinsamen Währungsraums.
"Der Euro ist nicht und kann kein Club à la Carte sein. Es gibt Normen und Regeln, um sein Überleben zu sichern", sagte der konservative Politiker, der dem linken griechischen Ministerpräsidenten Alexis Tsipras kritisch gegenübersteht. Rajoy warnte, die Zukunft werde nicht einfach sein, egal wie das Referendum ausgehe. Zugleich betonte er, Spanien sei stabil genug, um einen Austritt Griechenlands aus dem Euro zu verkraften. Dies sei den Reform- und Sparmaßnahmen zu verdanken, die seine Regierung getroffen habe.
15.45. Uhr: Die Beteiligung an der Volksabstimmung in Griechenland soll nach übereinstimmenden Berichten griechischer Medien am frühen Sonntagnachmittag die 40 Prozent übertroffen haben. Damit werde das Ergebnis des Referendums über das griechische Sparprogramm rechtskräftig sein, hieß es. Die Medien berufen sich auf Informationen aus dem Innenministerium. Bei Volksabstimmungen muss in Griechenland die Wahlbeteiligung bei mindestens 40 Prozent liegen. Anderenfalls hat das Ergebnis keine Wirkung. Die Wahllokale sollten um 19.00 Ortszeit (18.00 MESZ) schließen. Erste aussagekräftige Ergebnisse werden etwa zwei Stunden später erwartet.
Bild vergrößernGriechenlands Finanzminister Yanis Varoufakis bei der Abgabe seiner Stimme für die Volksabstimmung über die Sparpläne - FOTO: AFP/ANGELOS TZORTZINIS
15:34 Uhr: Unser Kolumnist Harald Martenstein hat sich angesichts derVolksabstimmung in Griechenland mal überlegt, wie das wäre, wenn er das Volk darüber abstimmen ließe, ob er seine Kolumne weiter schreiben soll oder nicht. Und zwar bei sich zu Hause und kurz vor Redaktionsschluss. Er konstatiert, dass die Redaktion dann wohl etwas in die Bredouille käme und das auch nicht ganz fair wäre seinerseits, mitten im Spiel die Regeln ändern zu wollen.
14:50 Uhr: BundesverteidigungsministerinUrsula von der Leyen (CDU) hat die harsche Kritik des griechischen Finanzministers Yanis Varoufakis an den internationalen Geldgebern scharf zurückgewiesen. "Die Äußerung von Varoufakis ist eine Verhöhnung aller, die unter Terrorismus leiden", sagt sie der "Passauer Neuen Presse". Varoufakis hatte das Vorgehen der Gläubiger im Schuldenstreit als Terrorismus bezeichnet.
14:00 Uhr: Unser Korrespondent in Brüssel, Christopher Ziedler, mit einem Blick auf die Stimmung bei der Europäischen Union:
Es ist die Ruhe vor dem Sturm: Nicht nur, dass in Brüssel an diesem so schwülen Sonntag für den Abend mit Gewittern gerechnet werden muss, auch das Ergebnis des griechischen Referendums wird in einigen Stunden politische Schockwellen auslösen, die die europäische Hauptstadt erschüttern werden. So oder so. Bei einem Nein zu den Kreditbedingungen der europäischen Geldgeber, werden nicht wenige EU-Politiker den Grexit fordern. Bei einem Ja wiederum werden die Stimmen lauter werden, die der EU vorwerfen, dass sie nur über das Druckmittel der Angst zusammengehalten wird.
Trotzdem ist es still: Mit wegweisenden Erklärungen oder gar Beschlüssen ist auch an diesem Abend aus Brüssel nicht zu rechnen. Stand jetzt ist lediglich angekündigt, dass Martin Schulz, der Präsident des Europaparlaments, eine Erklärung abgibt. Kommissionschef Jean-Claude, der sich das europäische Schicksalsvotum daheim in Luxemburg anschaut, will sich am Sonntag überhaupt nicht öffentlich äußern, sondern erst am Dienstag im Europaparlament. Seine Behörde wiederum wird, wenn das offizielle Ergebnis feststeht, eine Erklärung veröffentlichen. Das könnte jedoch erst am Montagmorgen sein.
Inwiefern sich EU-Ratspräsident Donald Tusk im Namen der Staats- und Regierungschefs vernehmen lassen wird, ist ebenfalls unklar. Er hatte am Freitagabend in einem Interview allerdings eine andere Position als Juncker, Schulz, Kanzlerin Angela Merkel oder Vizekanzler Sigmar Gabriel vertreten, die das Referendum mehr oder weniger offen als Volksabstimmung über Verbleib oder Austritt aus der Währungsunion interpretiert haben.
Bild vergrößernDer griechische Ministerpräsident Alexis Tsipras bei der Stimmabgabe zum Referendum am Sonntag in Athen - FOTO: DPA/EPA/ORESTIS PANAGIOTOU
13:45 Uhr: Ein Austritt Griechenlands aus der Euro-Zone dürfte in den kommenden JahrenMilliardenlöcher in die Haushaltsplanung von Finanzminister Wolfgang Schäuble (CDU) reißen. Bundesbankpräsident Jens Weidmann habe in der Kabinettsitzung am vergangenen Mittwoch vor den Folgen eines Grexits für den Bundesbankgewinn und damit auch den Haushalt gewarnt, berichtet das "Handelsblatt" vorab unter Berufung auf Regierungskreise. Die Bundesregierung müsse sich darauf einstellen, dass die Bundesbank in den kommenden Jahren nicht wie üblich einen Gewinn an Schäuble überweisen könne, sagte Weidmann nach Angaben aus Teilnehmerkreisen.
Als Grund soll Weidmann die hohen Kosten eines möglichen griechischen Euro-Austritts genannt haben. Bisher hat der Finanzminister einen Bundesbankgewinn von jährlich 2,5 Milliarden einkalkuliert. Die Bundesbank hat zwar bereits Rückstellungen von zuletzt 14,4 Milliarden Euro für die Risiken der Euro-Krise gebildet. Doch diese würden wohl nicht ausreichen im Falle eines Grexits.
13:15 Uhr: Der griechische Finanzminister Yanis Varoufakis sagte beim Referendum am Sonntag nach der Abgabe seiner Stimme in Athen im Fernsehen ERT1: „Es ist ein Moment der Hoffnung für ganz Europa. Die gemeinsame Währung und die Demokratie können zusammen leben und sie werden es auch.“
12:50 Uhr: Italiens Ministerpräsident Matteo Renzi hat sich für die rasche Wiederaufnahme der Verhandlungen zwischen Europa und Athen nach dem Referendum in Griechenland ausgesprochen. "Wir müssen wieder anfangen, miteinander zu sprechen - niemand weiß dies besser als Angela Merkel", sagte Renzi der Zeitung "Il Messaggero" am Sonntag. Zugleich plädierte er für Solidarität mit den Griechen in der Krise. "Wenn du einen Rentner vor einer Bank weinen siehst, begreifst du, dass ein für die Welt und seine Kultur so wichtiges Land wie Griechenland nicht so enden darf."
Renzi betonte gleichzeitig, dass Griechenland nicht ohne eine Rentenreform, eine Arbeitsmarktreform und ein härteres Vorgehen gegen Steuerflucht aus der Krise zu führen sei. Zugleich trat er Befürchtungen entgegen, dass im Fall einer Verschärfung der Krise in Griechenland und eines Ausscheidens des Landes aus dem Euroraum auch Italien destabilisiert werden könnte. "Italien ist bereits aus der Schusslinie", sagte Renzi. "Über uns wird nicht länger im selben Atemzug wie über unsere unglücklichen griechischen Freunde gesprochen."
12:35 Uhr: Der griechische Finanzminister Yanis Varoufakis hat bekräftigt, dass er bei einem Ja im Referendum zurücktreten wird. "Absolut", sagt er der "Bild" auf eine entsprechende Frage. Eine Mehrheit für ein Ja werde es aber nicht geben.
VIDEO ZUM ARTIKEL:
12:30 Uhr: Frankreichs Wirtschaftsminister Emmanuel Macrondringt auf weitere Verhandlungen Griechenlands mit den Gläubigern. Es müsse ein Kompromiss gefunden werden, und man dürfe sich nicht nur hinter den Notfallmaßnahmen der Europäischen Zentralbank verstecken. "Was immer der Ausgang der Abstimmung ist, müssen wir morgen die politischen Diskussionen wieder aufnehmen", sagte Macron am Sonntag. "Auch wenn das griechische Nein siegt, wird es unsere Verantwortung sein, dies nicht zum Versailler Vertrag der Eurozone zu machen", sagte der Minister mit Blick auf das Abkommen, das Deutschland nach dem Ersten Weltkrieg zu schmerzhaften Reparationen verpflichtete.
12:20 Uhr: Die Korrespondentin der BBC in Athen, Katya Adler, schreibt, dass der Ausgang der Referendums schwierig einzuschätzen sei. Viele Menschen änderten noch kurzfristig ihre Meinung.
12:10 Uhr: Die evangelische Theologin Margot Käßmann hat vor dem griechischen Referendum für die europäischen Werte geworben. „Es ist wunderbar, in Europa zu leben, die meisten Menschen auf der Welt beneiden uns darum“, schreibt die frühere Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) in ihrer Kolumne in der „Bild am Sonntag“. Das solle bei „der ganzen Streiterei ums Geld“ nicht vergessen werden.
Die europäische Einheit und der Euro seien großartige Errungenschaften, so Käßmann weiter. Das zeige sich etwa an der Reisefreiheit. „Wir können leben in Amsterdam oder Prag, Athen oder Breslau.“ Vor allem aber sei es ein hohes Gut, dass sich die europäischen Staaten nach jahrhundertelangen Kriegen versöhnt hätten. Es gebe nun „eine Wertegemeinschaft, um die wir immer neu ringen, etwa mit Blick auf Flüchtlinge“.
12:00 Uhr: Der Chef der aufstrebenden spanischen Protest-Partei Podemos, Pablo Iglesias, erklärte sich solidarisch mit der Regierung in Athen und warf den Geldgebern „Tyrannei“ vor. Die Gläubiger versuchten den Menschen in Griechenland und auch in Spanien mit Drohungen Angst einzujagen. Er nahm damit Äußerungen des griechischen Finanzministers Yanis Varoufakis auf. „Was man mit Griechenland macht, hat einen Namen: Terrorismus“, hatte der am Samstag gesagt..
10:00 Uhr: Der konservative Oppositionsführer Antonis Samaras sagte bei der Stimmabgabe: „Wir Griechen entscheiden heute über das Schicksal unseres Landes. Wir sagen ja zu Griechenland und ja zu Europa.“
09:50 Uhr: Der griechische Ministerpräsident Alexis Tsipras hat nach der Stimmabgabe bei dem von ihm angesetzten Referendum die Bedeutung der Volksabstimmung für die Zukunft des Landes betont. "Niemand kann die Botschaft der Entschlossenheit eines Volkes ignorieren, sein Schicksal in die eigenen Hände zu nehmen", sagte Tsipras am Sonntagvormittag in Athen. „Ich bin sicher, dass wir einen neuen Weg öffnen werden für alle Völker Europas.“
Bild vergrößernEin Grieche bei der Stimmabgabe für das Referendum in Athen - FOTO: DPA/EPA/ARMANDO BABANI
Der mit einem weißen Hemd und grauer Hose bekleidete linke Politiker gab seine Stimme in einer Schule seines Wohnviertels Kipseli im Norden der griechischen Hauptstadt ab.
09:10 Uhr:EU-Parlamentspräsident Martin Schulz (SPD) hat die griechischen Bürger vor einem Nein beim Referendum über die Sparpolitik gewarnt. Dies sei eine Grundsatzfrage über die Zukunft der Eurostruktur, sagte Schulz dem Deutschlandfunk. Sollte die Volksbefragung negativ ausfallen, sei damit auch der Rahmen für die Schuldenbewirtschaftung und den Aufbau des Landes entzogen. Das wiederum habe unmittelbare Konsequenzen: "In dem Moment, wo jemand eine neue Währung einführt, tritt er aus der Eurozone aus", sagte Schulz.
Bild vergrößernPlakate in Athen zum Referendum in Griechenland unter anderem mit dem Konterfei von Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble (CDU) - FOTO: DPA/KAY NIETFELD
Schulz warnte auch vor den Folgen eines Neins für die EU insgesamt. Dadurch werde das bisherige Konsensprinzip der Union in Frage gestellt. Scharfe Kritik äußerte Schulz zudem an der griechischen Regierung. Er hätte eine solche "ideologische Aufladung" niemals für möglich gehalten. Die verantwortlichen Politiker in Athen würden die Haltung vertreten, entweder alles zu bekommen, oder alles "geht den Bach runter".
Zugleich wies Schulz Kritik zurück, die Gläubiger seien Athen zu wenig entgegengekommen. Dies sei eine Legendenbildung. Stattdessen hätten die Geldgeber große Teile der griechischen Forderungen übernommen. Die Verhandlungen hätten deshalb längst abgeschlossen sein und auf das Referendum hätte verzichtet werden können, sagte Schulz.
08:45 Uhr: Die „Neue Zürcher Zeitung am Sonntag“ kommentiert das Referendum zur Schuldenkrise Griechenlands: „Europa verfolgt heute Sonntag in Griechenland eine skurrile Abstimmung: Die Griechen sollen sich nach gerade einer Woche Nachdenken über ein mit Sparauflagen verbundenes Hilfsangebot der EU entscheiden, das offiziell gar nicht mehr besteht. Die EU erhält damit die Quittung für ihre oft als Durchwursteln beschriebene Taktik der letzten Jahre, die Griechenland im Euro behielt, dem Land aber einen Schuldenschnitt verweigerte. Die Union hat sich damit völlig an das Schicksal Griechenlands gekettet und ist längst beschädigt, so oder so. Für die EU ist der Schaden längst da, unabhängig vom Ausgang der Abstimmung.“
08:20 Uhr: Außenminister Frank-Walter Steinmeier (SPD) hat vor negativen Folgen eines Austritts Griechenlands aus der Eurozone für das Ansehen der Europäischen Union gewarnt. „Selbst wenn wir eine solche Entwicklung finanz- und währungspolitisch bewältigen können, wäre das Signal eines Grexit an die Länder außerhalb der EU verheerend“, sagte er dem „Tagesspiegel am Sonntag“. Als Grexit wird das Ausscheiden Griechenlands aus der Eurozone bezeichnet. Rechtlich ist ein solcher Schritt allerdings gar nicht vorgesehen.
Zugleich kritisierte Steinmeier die griechische Regierung. Es sei „eine Mischung von Unerfahrenheit, Ideologie und radikaler Rhetorik“, mit der diese die Verhandlungen in eine Sackgasse getrieben habe. Dabei sei leider auf der Strecke geblieben, was dieser Kurs für die Menschen in Griechenland bedeute. Nach einem „Nein“ beim Referendum werde es keineswegs leichter, zu einem Kompromiss zu kommen. „Im Gegenteil“, betonte der Minister. Griechenland solle gemeinsam mit den Partnern einen Weg aus der Misere suchen, „der Europa und die Mitgliedsländer der Eurozone nicht überfordert“, forderte er.
08:00 Uhr: Die frühere griechische Außenministerin und führende Oppositionspolitikerin Dora Bakogianni hat die harte Haltung von Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble (CDU) für das Referendum über die Sparpolitik in Griechenland verantwortlich gemacht. "Herr Schäuble wollte ein Referendum in Griechenlnd", sagte die Politikerin der konservativen Oppositionspartei Nea Dimokratia (ND) der Nachrichtenagentur AFP.
Sie hätte von Schäuble erwartet, dass er den Vorschlag des griechischen Ministerpräsidenten Alexis Tsipras vom vorvergangenen Montag im Volumen von acht Milliarden Euro annehmen würde. "Dann hätte Herr Tsipras Probleme gehabt, seinen Vorschlag in den eigenen Reihen durchzubringen. Und dann wäre der Populismus in Griechenlnd endgültig tot gewesen", sagte Bakogianni. Doch trotz seiner großen politischen Erfahrung habe Schäuble den Vorschlag abgelehnt.
Durch die Weigerung Schäubles und der Eurogruppe "hat Herr Tsipras einen Ausweg gefunden", sagte Bakogianni weiter. "Dieses Nein hat Herrn Tsipras die Möglichkeit gegeben, dieses Referendum zu machen. Und jetzt stehen wir vor dem Problem."
07:45 Uhr: In Griechenland ist das mit Spannung erwartete Referendum über die Reformvorschläge der internationalen Geldgeber angelaufen. Das Ergebnis der Volksabstimmung dürfte ein wichtiges Signal für die künftige Kooperation des von der Staatspleite bedrohten Landes mit den internationalen Geldgebern setzen.
Nach Umfragen wurde ein sehr knappes Ergebnis erwartet. Knapp zehn Millionen Griechen sind aufgerufen, darüber zu entscheiden, ob sie die Forderungen der Gläubiger akzeptieren oder ablehnen. Das Hilfspaket, zu dem diese Bedingungen gehören, ist allerdings am 30. Juni ausgelaufen und damit überholt. Die Athener Linksregierung hatte an die Stimmberechtigten appelliert, mit Nein zu stimmen.
Die Wahllokale schließen um 18.00 Uhr MESZ. Zwei bis vier Stunden später dürften aussagekräftige Ergebnisse vorliegen, wie das Presseamt der Regierung mitteilte. (mit AFP, dpa, Reuters)